Hoch (hin)aus

Bankhochhaus

Hoch hinaus sollte es gehen, noch mehr Gewinne sollten die Kredite bringen, die man dem Bürger in den letzten Jahre aufschwätzte, wenn nicht sogar regelrecht aufdrängte. Mitziehen wollte da jede einzelne Bank mit ihren Mitbewerbern, ganz nach dem Motto: Wenn bei denen was läuft, muss bei uns auch etwas in diesem Bereich laufen. Ansonsten bleibt man zurück und verliert den Anschluss.
Und es hätte ja gut gehen können, das Spekulieren. Klappte für einige Zeit ja auch.

Doch nun sind fast alle Kredithäuser von der Bankenkrise betroffen, sind infiziert von dem kranken Gedanken, der das Wachstum in Schulden machen ohne Sicherheiten und Grundlagen vermutete.

Nach außen wird der Schein momentan sogar noch gewahrt. Kühl ragen die Häuser des einstigen Geldes weiter in den Himmel. Doch hinter der Fassade krankt es, wuchern die Metastasen durch den Körper. Vielleicht kann die große Krise dieses Mal noch vorm Ausbrechen verhindert werden, doch irgendwann wird sie kommen. Sie ist unausweichlich. Da wäre es im Grunde sinnvoller, sie kommt jetzt. Denn je später sie kommt, desto stärker wird sie jeden einzelnen von uns treffen.

 

Bahnhosviertel Frankfurt

 

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