Nun erhält die Web2.0-Technologie auch Einzug in die Welt der Jobbörsen. Zubka heißt ein weiteres Angebot, dass auf das Mitmachen seiner Nutzer setzt. Von einer „Empfehlungs-Plattform“ ist da die Rede. Sogenannte Referrers können Geld damit verdienen, indem sie Freunde und Bekannte für die auf der Plattform ausgeschriebenen Jobs empfehlen. Die jeweilige Prämie ist in der Anzeige gleich mitveröffentlicht.

Prinzipiell ein interessanter Ansatz, wie ich finde. Doch bleibt abzuwarten, ob und inwiefern die Plattform, ähnlich wie so viele andere Social Networks, nur eine Methode ist, an die Datensätze unbedarfter Bürger zu kommen. Für eine Prämie von 4.000 Euro geben so einige bestimmt gerne mal die Adressen und weitere Infos über ihren Bekanntenkreis raus. Doch honoriert wird nur die erfolgreiche Vermittlung. Deshalb sollte man vorsichtig sein. Außerdem hoffe ich, dass sich die Referrer/Empfehler vor der Herausgabe von Daten mit ihren Bekannten absprechen und rückversichern, ob die Weitergabe wirklich gewünscht ist. Ansonsten kann es womöglich zukünftig zu Spannungen im Freundeskreis kommen, wenn der eine oder andere zu leichtfertig Adressen verteilt.

Ist die Vermittlung und Herausgabe der Daten im Einverständnis geschehen, so ist das Prinzip allerdings eine nette Möglichkeit, sich etwas Geld dazu zu verdienen. Zwar gibt es auch bei all den anderen Jobbörsen die Möglichkeit, interessante Jobs weiter zu empfehlen, honoriert wird dies von Unternehmensseite allerdings nicht. Muss man im Grunde ja auch nicht erwarten, da es im Freundes- und Bekanntenpreis selbstverständlich sein sollte, dass man sich unterstützt. Wenn die Prämie nun aber schon einmal angeboten wird, wieso sollte man sie nicht nehmen.

Dies ist das neue. Ansonsten bleibt auch bei diesem Angebot alles beim alten. Unternehmen veröffentlichen Jobanzeigen, auf die sich Interessenten bewerben. Die einzelnen Anzeigen sind zwar nicht individuell gestaltet, wie dies bei den großen Jobbörsen der Fall ist, dafür sollen die Kosten für personalsuchende Unternehmen auch nur ein Drittel der Kosten betragen, die traditionelle Personalagenturen berechnen. So heißt es zumindest auf der Webseite. Das Gesamtangebot ist momentan auch noch etwas mau, insgesamt sind gerade mal 1.543 Jobs aufgelistet. Allerdings wird sich das sicher noch ändern, wenn sich das Angebot erst einmal rumgesprochen hat.

Was mich an dem Angebot allerdings stört: Auf den Seiten gibt es keinerlei Hinweise darauf, wer genau hinter dem Angebot steht. Zwar wird in den Pressemitteilungen erwähnt, dass die Plattform 2006 in Großbritannien gegründet wurde, wer in Deutschland allerdings die Geschäftsführung inne hat, wird nicht erwähnt – ich habe es auf jeden Fall nicht gefunden. Unter den AGB’s findet man zwar einen Hinweis auf die Zubka GmbH und eine Adresse in Diezenbach, konkrete Kontaktmöglichkeiten werden aber lediglich unter einem Verweis zur PR-Agentur des Unternehmens aufgezeigt. Das finde ich in Sachen Social Networking schwach.

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Kommentare

One Response to “”

  1. WhatsYourPlace » Blog Archive » Web 2.0 Kongress Wiesbaden - Startup Award on April 12th, 2008 22:35

    […] eine Jobvermittlungs-Plattform der anderen Sorte. Hier kann man Hobby-Headhunter spielen und durch die erfolgreiche Empfehlung eines Bekannten an […]

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