links for 2008-04-27

Htte, htte, htte

Es htte ein perfekter Fuballnachmittag werden knnen. Die Eintracht hatte seit einiger Zeit am Vorabend ihr Spiel nicht verloren, die Sonne schien, es war warm. Als ich mich dem Stadion, der Alten Frsterei, nherte, schallte mir Girls & Boys von Blurs 1994er Album Parklife entgegen. Bald danach folgten die Pixies. berhaupt muss ich mal sagen, dass das Musikprogramm beim 1. FC Union jetzt vielleicht nicht als exzellent einzustufen ist, aber im Vergleich zu den mir ansonsten bekannten Stadien immer die beste Songauswahl hat. Aber das nur nebenbei.

Die Spieler htten sich uerst motiviert Aufwrmen knnen. Kein Wunder, sie htten mit einem Sieg gegen die 2. Mannschaft von FC Energie Cottbus doch wieder zur Tabellenspitze aufschlieen knnen, den Traum von der 2. Bundesliga weitertrumen knnen. Man htte dann die Fansituation ausnutzen knnen. Die eigenen Reihen htten mit Anhngern gefllt sein knnen, whrend bei den Lausitzern gerade mal etwa 20 Leutchen htten mitgereist sein knnen, von denen einer auch noch heftig die “Pro AF”-Fahne schwingen knnte, er sich also auch fr einen Weiterbetrieb der Alten Frsterei stark machen knnte.

Weiterhin htte man die whrend der Woche gefallene Entscheidung nutzen knnen, das das geliebte Stadion auch in der nchsten Saison fr Heimspiele genutzt werden kann, es also fit gemacht wird und damit den DFB-Auflagen entspricht.

Im Spiel dann htte man den Gegner in Grund und Boden laufen knnen, man htte sich zahlreiche Chancen herausspielen knnen. Und genau das passierte auch und war so. Aber nun kommen die: htte, htte, htte. Man htte diese Chancen auch umsetzen mssen und nicht mit Fahrlssigkeiten, Planlosigkeit und Unkonzentriertheit vergeben drfen. Denn wren diese Mngel nicht gewesen, man htte den Sack schon in der 1. Halbzeit dicht machen, htte den zweiten Heimsieg in der Rckrunde einfahren knnen. Doch statt dessen nutze Marc Hensel von Cottbus in der 34. Minute eine der wenigen Chancen der Gste und staubte zum 0:1 ab. Dies war auch der Endstand des Spiels. Statt nun auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Nord zu stehen, geht es fr Union nun wohl wieder eher darum, unter den ersten Zehn zu bleiben und sich die Qualifikation fr die 3. Liga zu sichern.

links for 2008-04-25

links for 2008-04-22

Das Leben im Alter

Sven Kuntze will wissen, was ihn im Alter erwartet. Deshalb macht er sich auf die Suche nach Mglichkeiten des Lebens im Alter. Er begibt sich in ein Seniorenheim, lernt einen Haushalt kennen, in dem vier Generationen unter einem Dach leben, besucht eine Mehr-Generationen-Siedlung in Weimar, in der nach dem Genossenschaftsprinzip Alt und Jung zusammen leben, testet ein In-Haus des Fraunhofer-Instituts und bespricht Vor- und Nachteile all dieser Lebenswelten.
Sehr sehenswert und frisch gemacht, vor allem auch, da es wohl fast alle unter uns betrifft. Egal ob persnlich, weil man sich nun schon selbst in der Situation befindet, sich um seinen Lebensabend Gedanken zu machen, oder aber man zhlt noch zu den “Jungen”, die von der Thematik womglich durch Eltern oder Groeltern betroffen sind. Dieser Film bringt viele Probleme zur Sprache und ist meiner Meinung nach ein gelungener Versuch, die Generationen zusammen zu bringen, sich Gedanken zu machen um sich selbst und seine Angehrigen.

Bestimmt war das Wetter schuld. Jaja, genau.

Aufgeschnappte Kommentare whrend des gestrigen 1. Bundesligaspiels Hertha BSC Berlin gegen den HSV:

“Wenn das so weitergeht, hol ich mir nchste Saison keine Dauerkarte mehr.”

“Ich wei berhaupt nicht, warum ich noch hierher komme. Aber irgendwie hofft man ja doch immer noch auf ein Wunder.”

“Oh, ist das schlecht.”

“Neeiiiiiiiiiiin, das kann doch nicht wahr sein.”

“Profis mssten doch wenigstens passen knnen. Da darf man doch ein wenig mehr verlangen.”

“Frher konnte man nach den Spielen hin und wieder noch mal einen trinken gehen, weil die Hertha gewonnen hat. Heute trinken wir nur noch aus Frust.”

Und nach einem grottenschlechten Spiel diesmal immerhin von beiden Mannschaften, wobei die Hertha sich in Sachen ngstlichkeit, Rckspielverhalten und Bewegungslosigkeit den Schneid nicht abkaufen lie , und bei dem auch ich am liebsten wieder frhzeitig das Olympiastadion verlassen htte, stand es mal wieder 0:0. Mit Glck fr die Hauptstdter, verschoss der HSV doch auch noch einen Elfmeter. Das passte. Auch zum Wetter.

Die Leiter hat nach unten hin unendlich viele Sprossen

“Es kann definitiv niemand so tief sinken, dass er nicht immer noch einen findet, der tiefer steht und auf dem er herumtrampeln kann.”
(Zitat eine Interviewpartners)

Mehr dazu in Krze.

links for 2008-04-13

Mist! Der Sprung auf einen Aufstiegsplatz wurde verduselt.

1. FC Union Berlin gegen Wuppertaler SV

Lange Zeit sah es gestern so aus, als wrde es der 1. FC Union Berlin am 30. Spieltag der Regionalliga Nord erneut auf einen Aufstiegsplatz zur 2. Bundesliga schaffen. Mit 1:0 in der 1. Halbzeit durch Mannschaftskapitn Daniel Schulz in Fhrung gegangen, dominierte der Hauptstadtverein auch im Rest der ersten Spielhlfte das Spielgeschehen. Ein weiterer Treffer wollte den Rot-Weien allerdings nicht gelingen, mehrmals scheiterte man kurz vor der Torlinie.

In der zweiten Halbzeit drehten die Gste dann erst einmal auf, schafften es aber nicht, die Abwehrreihen der Berliner zu durchbrechen. Ein Konter durch Union in der 67. Minute, an dessen Ende Karim Benyamina alleine auf den Wuppertaler Torwart Christian Maly zulief, htte stattdessen den vorzeitigen Sieg bedeuten knnen, endete aber mit einem Pfostenschuss. Durch eine Unkonzentriertheit in der Abwehr und einiges Gewirr im Strafraum war es dann der Wuppertaler SV Borussia, der zu einem schmeichelhaften Ausgleich durch Mahir Saglik in der 77. Spielminute kam.
Die Gastgeber drehten zwar noch einmal so richtig auf, man merkte ihnen dann, dass sie die drei Punkte unbedingt in Berlin halten wollten. Doch das letzte Quentchen Glck fehlte, der Ball wollte einfach nicht in den Kasten.

Trotz berlegenheit verschenkte Union also zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg und schaffte es zum dritten Mal in Folge nicht, zu Hause zu gewinnen.

Nchste Woche geht es nach Bremen, dem viertplatzierten Verein in der Liga, die nur einen Punkt hinter den Berlinern liegen. Es wre schn, wenn man es schaffen wrde, sich von diesen ein wenig abzusetzen.

Was die Stadionfrage betrifft, so schrieb der Tagesspiegel diese Woche, dass Innensenator Ehrhart Krting sagte, dass die Alte Frsterei “hchstwahrscheinlich” fr Dritt- und Zweitligaspiele erhalten bleibe.