Hätte, hätte, hätte

Es hätte ein perfekter Fußballnachmittag werden können. Die Eintracht hatte seit einiger Zeit am Vorabend ihr Spiel nicht verloren, die Sonne schien, es war warm. Als ich mich dem Stadion, der Alten Försterei, näherte, schallte mir Girls & Boys von Blurs 1994er Album Parklife entgegen. Bald danach folgten die Pixies. Überhaupt muss ich mal sagen, dass das Musikprogramm beim 1. FC Union jetzt vielleicht nicht als exzellent einzustufen ist, aber im Vergleich zu den mir ansonsten bekannten Stadien immer die beste Songauswahl hat. Aber das nur nebenbei.

Die Spieler hätten sich äußerst motiviert Aufwärmen können. Kein Wunder, sie hätten mit einem Sieg gegen die 2. Mannschaft von FC Energie Cottbus doch wieder zur Tabellenspitze aufschließen können, den Traum von der 2. Bundesliga weiterträumen können. Man hätte dann die Fansituation ausnutzen können. Die eigenen Reihen hätten mit Anhängern gefüllt sein können, während bei den Lausitzern gerade mal etwa 20 Leutchen hätten mitgereist sein können, von denen einer auch noch heftig die „Pro AF“-Fahne schwingen könnte, er sich also auch für einen Weiterbetrieb der Alten Försterei stark machen könnte.

Weiterhin hätte man die während der Woche gefallene Entscheidung nutzen können, das das geliebte Stadion auch in der nächsten Saison für Heimspiele genutzt werden kann, es also fit gemacht wird und damit den DFB-Auflagen entspricht.

Im Spiel dann hätte man den Gegner in Grund und Boden laufen können, man hätte sich zahlreiche Chancen herausspielen können. Und genau das passierte auch und war so. Aber nun kommen die: hätte, hätte, hätte. Man hätte diese Chancen auch umsetzen müssen und nicht mit Fahrlässigkeiten, Planlosigkeit und Unkonzentriertheit vergeben dürfen. Denn wären diese Mängel nicht gewesen, man hätte den Sack schon in der 1. Halbzeit dicht machen, hätte den zweiten Heimsieg in der Rückrunde einfahren können. Doch statt dessen nutze Marc Hensel von Cottbus in der 34. Minute eine der wenigen Chancen der Gäste und staubte zum 0:1 ab. Dies war auch der Endstand des Spiels. Statt nun auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Nord zu stehen, geht es für Union nun wohl wieder eher darum, unter den ersten Zehn zu bleiben und sich die Qualifikation für die 3. Liga zu sichern.

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