Nicht weinen, sondern lachen

Die Afroamerikaner mögen zwar jede Menge Gründe zur Trauer gehabt haben, aber klingt ihre Musik deswegen traurig? „Wir lachen, um nicht zu weinen“, hat Sam Cooke mal gesagt. Als Künstler lernst du zu lügen: Weil dein Publikum die künstlerisch verpackten Lügen mehr liebt als die nackte Realität. Du darfst dich nicht zu ernst nehmen, musst auf dem Kazoo dazwischentreten, wenn die Streicher ins allzu Feierliche abgleiten. Aber tief darunter muss doch eine Wahrheit stecken. Das habe ich am Blues immer geschätzt.

(Paolo Conte im Interview mit Jonathan Fischer in der aktuellen „Die Zeit“ vom 27.11.2008)

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