Wer seine Sehgewohnheiten mal auf die Probe stellen möchte, wer seinen Kopf für Neues öffnen will und wer zudem an der Antike interessiert ist, dem möchte ich die noch bis zum 15. Februar im Liebighaus in Frankfurt am Main konzipierte Ausstellung „Bunte Götter – Die Farbigkeit antiker Skulptur“ empfehlen. Anhand von Untersuchungen mit der Raman-Spektroskopie, der UV-Vis-Absorptionsspektroskopie, der UV-Fluoreszenzfotografie und der UV-Reflektografie, die unter anderem auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurden, ließen sich selbst an Stellen, an denen sich keine Pigmente erhalten haben, die einst aufgemalten Ornamente aufgrund chemischer und mechanischer Veränderungen der Steinoberfläche wieder sichtbar machen. Anhand von über 30 detailreichen farbigen Rekonstruktionen und 70 ausgewählten Originalexponaten aus internationalen Sammlungen sowie aus dem Bestand des Liebieghauses werden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Polychromieforschung veranschaulicht. Und die sind unerwartet bunt.

Außerdem sehr empfehlenwert: Peter Doig in der Schirn.

Be Sociable, Share!

Kommentare

Leave a Reply