Lippenbekenntnisse und Sonntagsreden

Too much of anything
Is never enough
Too much of everything
Is never enough

You need more You need more You need more
(Pet Shop Boys – Love etc.)

Es mag zu den ganzen Social Networks und Web 2.0-Anwendungen die unterschiedlichsten Meinungen geben, die von sinnvollem Netzwerken, Interaktivität, freier Meinungsäußerung bis hin zur Aufgabe der Privatsphäre gehen.
Ein positiver Aspekt dürfte auf jeden Fall sein, dass es unter den Unternehmen zu einem Umdenken kommt, geraten sie doch immer stärker unter Beobachtung.

Vorbei sollte es von daher auch mit den Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden der Unternehmensführungen sein, nach denen sich so mancher Mitarbeiter bestimmt fragt: „Ist dies tatsächlich das Unternehmen, für das ich arbeite? Von all den schönen Dingen, von denen da die Rede war, habe ich noch niemals etwas mitbekommen oder gespürt.“

In Social Networks, und mehr noch in Mitarbeiterbewertungsportalen, werden Unternehmen auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüft, von Mitarbeitern anhand unterschiedlichster Parameter bewertet. Diese Ergebnisse stehen dann für jedermann sichtbar im Internet und werden gerade von Bewerbern oder potenziellen Mitarbeitern begutachtet, die sich ein Bild von möglichen, zukünftigen Arbeitgebern machen wollen. In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels sowie des demographischen Wandels können überhand nehmende unangenehme Kommentare da immense Folgen haben.

Klar, es kann nicht immer alles super sein und es gibt immer Mitarbeiter, die mit irgendetwas oder irgendwem unzufrieden sind – das lässt sich nicht vermeiden. Authentizität und Ehrlichkeit werden jedoch zu immer zentraleren Gesichtspunkten, um sich glaubhaft gegenüber der Außenwelt darzustellen. Und der „leichteste“ Weg, zur Verbesserung der Reputation ist wohl der an einem Employer Branding-Fachkongress von Prof. Dr. Wolfgang Jäger vorgetragene: „Erfüllen Sie die Erwartungen.“ Einfach gesagt, schwer in der Umsetzung. Aber vorbei kommt man daran wohl immer schwieriger.

 

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