In einem Bus in Oberhausen

In einem Berliner Bus habe ich derartige Dialoge noch niemals mitbekommen. Auch nicht in der U-Bahn. Sie passen, alleine schon aufgrund der Klischees, auch viel besser ins Ruhrgebiet. Auch wenn es in Berlin ebenfalls Betriebe gibt, in denen es Schichtarbeit gibt.

Oberhausen

Zwei Männer sitzen sich im hintersten Teil eines Busses gegenüber. Der Sohn des einen sitzt neben dem anderen.
Vater: „Ein Bekannter von mir hat Fleischer gelernt. Er hat seine Gesellenprüfung gemacht, dann den Meister. Jetzt ist er Geschaftsführer eines Real-Geschäfts da hinten in Essen.“
Der andere Mann: „Nicht schlecht.“
Der Sohn: „Real – einmal hin, alles drin.“
Der andere Mann: „Du schaust zu viel Fernsehen. – Oder zu viel Werbung.“
Vater: „Genau.“

Pause.

Vater: „Ist Dein Vater eigentlich schon zu Hause?“
Der andere Mann: „Ja, ist er.“
Vater: „Echt, jetzt schon?“
Es ist etwa 16 Uhr.
Der andere Mann: „Er hat Nachtschicht gehabt. – Die ging von zehn abends bis acht.“
Vater: „Als ich noch beim Zoll war, hatten wir immer drei Schichten.“
Der andere Mann: „Ne, bei denen gibt es nur zwei. Die ham eine Früh- und eine Spätschicht.“
Der Sohn: „Ich wünsch mir ein Schlagzeug.“
Vater: „Ja klar, so weit kommts noch.“

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