Bitte nicht.

Man sah dem Mann die Verwunderung an. Und, dass es ihm zu viel war. Der andere Mann, der ihm gegenüber am Flughafen im Check-in-Bereich saß, hatte ihn gerade gefragt, ob er mal kurz auf sein Gepäck schauen könne, da er auf die Toilette müsse. Fragend schaute der Gefragte von seinem Laptop hoch, rausgerissen aus seiner Konzentration. Überrumpelt bejahte er die Frage und schaute dem Weggehenden hilflos hinterher, warf einen Blick auf das Gepäck. Er hätte jetzt auch aufspringen können, um zu rufen: „Nein, ich achte nicht auf ihr Gepäck, ich will hier meine Arbeit weitermachen.“ Doch da wäre der andere schon hinter einer Türe verschwunden gewesen.

links for 2010-09-30

Kopfkino

„Entschuldigen Sie bitte die Verzögerung, unser Zug muss einen anderen vorbeilassen“, kommt eine Durchsage durch die Abteile. Ich blicke hoch und nach draußen, werde aus dem neuen Buch von Andreas Maier herausgerissen. Turnschuhe sehe ich da stehen und die Gedanken mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten ‚Was könnte da passiert sein?‘ fangen an durch meinen Kopf zu hüpfen. Gutes oder Schlechtes, Lustiges oder etwas ganz Trauriges könnte sich da zugetragen haben. Wie kommen die Schuhe an diese Stelle, auch noch so ordentlich aufgestellt zwischen all den Gleisen? Ich liebe solche Geschichten, die Raum für Spekulationen lassen, deren Inhalt alleine im Kopf entsteht, da die Realität wohl niemals rauskommt.

Hier gibt es ein weiteres Kopfkino.

Ignorantes Miteinander

Der Weg ist versperrt. Ein Fahrrad steht quer.

links for 2010-09-28

Drei Methoden zur Mitarbeiterbindung

Auf einer Veranstaltung zum Thema Talentmanagement wurden auch drei Methoden vorgestellt, die Mitarbeiter an Unternehmen binden. Diese drei Formen will ich hier nochmals kurz zusammenfassen.

Die für Unternehmen wohl angenehmste Bindung von Mitarbeitern an sich ist die normative Bindung. Bei dieser fühlen sich Mitarbeiter aufgrund ihres Wertegefühls an das Unternehmen gebunden. Laut einem Referenten ist diese Form jedoch relativ selten zu finden.

An zweiter Stelle wurde die nutzbasierte Bindung genannt. Die ist schnell erklärt: Du gibst mir Geld, ich gebe dir meine Arbeitskraft. Gibst du mir mehr Geld, gebe ich dir mehr Arbeit.

Und drittens gibt es die affektiv-emotionale Bindung. Diese ist die effektivste Methode der Mitarbeiterbindung, denn der Mitarbeiter sagt: „Ich bin froh, für das Unternehmen arbeiten zu dürfen.“ Allerdings wird bei den Unternehmen gerade bei dieser Form noch zu wenig getan. Hier geht es darum, dass die Mitarbeiter das Produkt oder die Dienstleistung richtig gut finden.

links for 2010-09-26

Kein Nachgeplappere mehr

Natürlich gehört die wissenschaftliche Untersuchung und Katalogisierung zu den Aufgaben eines Naturkundemuseums. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eine solche Werbung tatsächlich gut ankommt.

links for 2010-09-25

Vokabeltraining

Ein Junge sitzt mit seiner Mutter in der Bäckerei und macht seine Schulaufgaben. Er soll mit Hilfe eines Wörterbuchs englische Wörter ins Deutsche übersetzen. Es ist ein Junge mit Migrationshintergrund. Seine perfekt Deutsch sprechende Mutter hilft ihm. Sie kann auch ein wenig Englisch – kennt aber nicht alle gesuchten Wörter. Und manche finden sie nicht im Wörterbuch. Also schickt sie ihren Sohn los, andere Gäste nach der korrekten Übersetzung zu fragen.

Nachdem ich ihnen eine Übersetzung geliefert habe, frage ich die Mutter, ob sie noch ein anderes Wort brauche, da ich weiter will. Als ich ihr die nächste Übersetzung liefern will, ruft der Sohn dazwischen: „Nein, nicht vorsagen, ich will es doch nachschlagen.“

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