Den Schnauzer auch?

Nachdem ich den kleinen Frisierladen betreten und Platz genommen hatte, füllte der sich langsam. Plötzlich standen außer dem jungen Friseur und seinem Bekannten, mit dem er sich zuvor auf der Straße unterhalten hatte, noch vier weitere junge Männer in dem Raum und sahen zu, wie ich rasiert wurde. Was Haare schneiden in Deutschland kosten würde, wollten sie wissen und waren über den hohen Preis erstaunt. Und wo ich herkommen würde, was dort gerade für ein Wetter sei, was ich in der Westbank wolle, wo ich schon gewesen sei, was ich noch sehen wolle, ob ich in dem Gebiet jemanden kennen würde, ob es mir gefallen würde, ob ich arabisch könne, wie alt ich sei, ob viele der Deutschen blond seien und warum ich mir nicht den Schnauzer stehen lassen wolle – dass der auch weg sollte, konnten sie überhaupt nicht verstehen -, die Fragen flogen mir nur so entgegen. Und: „Soll ich noch die Härchen über Ihrem Bartansatz entfernen? Wir machen das hier mit einem Faden und das sieht dann noch besser aus.“

Nach dem Rasieren wurden mir warme und gut duftende Handtücher auf das Gesicht gelegt, die Haut beruhigt sich. Und nach 20 Minuten tritt man entspannt und gut gelaunt zurück in die Hitze der Stadt.

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