Egal ob ganz oder halb

Und am Ende des Aufenthalts in Bayern gab es dann doch noch einen Schweinsbraten mit Kruste und einem Kartoffelklos – in einem alteingesessenen Wirtshaus. Das ist schon so eingesessen, dass mich der Ober gleich in Englisch nach meinen Wünschen befragte. Und dazu eine Maß Bier in einem Glaskrug, wie man sie aus dem Fernsehen vom Oktoberfest kennt, auf das ich es Montagabend nicht mehr geschafft hatte. Wohin ich es noch nie geschafft habe. Wohin ich es viele Jahre überhaupt nicht schaffen wollte. Aber wenn man schon mal in der Stadt ist. Dabei hatten sie es dieses Jahr extra um einen Tag verlängert. Nicht für mich. Aber bisher war es wohl so, dass der letzte Tag immer der Sonntag war. Dieses Jahr war es der Montag und deswegen sah ich in den S- und U-Bahnen immerhin noch einige fesche Madels und Burschen, die nicht zu müde waren, sich auch die dazugekommene Nacht noch um die Ohren zu schlagen. Mancher kauerte am nächsten Morgen in einem Häusereck. Die ganze Maß hätte es übrigens auch nicht sein müssen. Doch dann hätte ich eine Halbe bestellen müssen, wie mir der Ober auf Nachfrage erklärt. „En halbes Helles“, oder so, sagt man dazu.

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