Herbstferien

Es ist still auf den Straßen im Viertel, gerade morgens wenn normalerweise ein Auto nach dem anderen durch die Straße rollt und aus jedem ein bis zwei Kinder mit ihren Ranzen – meine ehemalige Direktorin sagte dazu noch Tornister – steigen. Die Eltern warten dann meist bei laufendem Motor bis sich die schwere Eingangstüre der Schule hinter ihren Sprösslingen schließt, erst dann machen sie den Platz für das nächste Auto frei. Vorne am Fußgängerüberweg stehen auch nicht die schon etwas Älteren in orangefarbenen Signalwesten und den Verkehrskellen in den Hand, die den Weg für die jüngeren Mitschüler sichern, die zu Fuß zum Unterricht kommen. Beim Bäcker sitzt die Verkäuferin selbst an einem der kleinen Tische und ließt Zeitung beim Kaffeetrinken. Sonst bepackt sie um diese Zeit Butterbrottüten mit saurem Klebe-Gummi-Kram. Kein Lehrer, der schon irgendwelche Anweisungen über die Straße ruft – vor kurzem saß ich im U-Bahnabteil, in dem Schüler ihren Klassenlehrer auf dem Weg zur Schule trafen und er ihnen andauernd sagte, wie sie sich zu verhalten hätten. Anstrengend für Schüler und Lehrer. 20 Minuten später saßen sie voraussichtlich schon wieder zusammen in einem Raum. Ob die Schüler heute noch die 45 Minuten sitzenbleiben so wie es bei mir auf der Schule damals üblich war?

Doch jetzt sind Herbstferien. Und es ist ruhig. Schön ruhig. Fast schon zu ruhig.

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