Touritouren in der Hauptstadt

Wenn sich Besuch ankündigt, entwickle ich meist ein kleines Rahmenprogramm. Waren die Gäste schon lange nicht mehr in Berlin – manche waren auch noch nie hier -, dann bestehen meine Touren aus einem Mix von einigen obligatorischen Orten und von ganz speziellen, an die es selten oder nie Touristen ziehen würde, weil sie von ihnen überhaupt nichts mitbekommen würden. Je besser sich meine Freunde auskennen, desto mehr nimmt natürlich der Anteil an Unbekanntem zu. Mein liebstes Fortbewegungsmittel ist dabei immer das Fahrrad. Man sieht viel, hat keine langen Laufstrecken zurückzulegen, bewegt sich aber trotzdem, kommt schnell voran, bekommt einen Eindruck von der Größe Berlins und kann sich bei all dem noch auf den Wegen zwischen den einzelnen Stationen unterhalten.

Doch nun war es mal umgekehrt. Besuch hatte bereits im Vorfeld der Reise eine Trabitour gebucht. Ich hätte niemals solch ein Angebot in Anspruch genommen. Doch es hat Spaß gemacht – weniger wegen der Sehenswürdigkeiten, wir fuhren im Konvoi auch nur die üblichen Orte ab als vielmehr durch die Tatsache, dass ich den Trabi selbst fahren durfte. Zum ersten Mal im Leben hinter dem Steuer eines Trabant. An die Schaltung (Krückstockschaltung) hatte ich mich innerhalb von Minuten gewöhnt, auch daran, den Fuß niemals vollständig vom Gas zu nehmen. Die Bremsen quietschten.

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