Anreise zur Dreamforce

So, nun bin ich in San Francisco angekommen. Es hat etwas gedauert, ungünstige Winde und technische Probleme an Triebwerk Nr. 4, das ist das ganz rechts Außen bei einer Boing 747, hatten den Abflug verzögert. Dafür schien gestern Nachmittag dann die Sonne in der Stadt an der Westküste der USA und es waren warme 17 Grad. Die Winterjacke konnte ich also gleich im Hotelschrank verstauen, nachdem ich die zahlreichen Sicherheitskontrollen am Flughafen passiert hatte – sämtliche Fingerabdrücke wurden eingescannt, die Iris abfotografiert und die ausgefüllten Einreisepapiere überprüft.

Der Grund des Besuchs ist das Event des Jahres des Unternehmens Salesforce, die Dreamforce 2010. 30.000 Besucher werden hier Dienstagmorgen erwartet, offiziell startete der Kongress allerdings schon gestern. Das gesamte Viertel rund um das Moscone Center scheint fest in der Hand des Unternehmens zu sein, von überall blickt einen die Wolke vor dem hellblauen Hintergrund an, im gesamten Viertel tragen die Menschen ihre Registrierungskarten um den Hals.

Nicht im Sinne des Kongresses: ein wolkenloser Himmel

Salesforce bietet CRM-Lösungen in der Cloud an. Und seit dem letzten Jahr auch das Kommunikationstool Chatter, eine Art Facebook für Unternehmen. Das kann an die mobile Vertriebssoftware gekoppelt werden und soll die unternehmensinterne Kommunikation vereinfachen.

Gestern Abend traf ich bereits andere Medienvertreter aus Deutschland und der Schweiz beim Presseempfang. Und natürlich waren auch die zuständigen Presseansprechpartner des Unternehmens für die einzelnen Regionen vertreten. Gemeinsam tauschte man sich etwas aus, bevor einen, zumindest mich, der Jetlag einholte. Dafür liege ich nun wach und in vier Stunden beginnt bereits der Tag (San Francisco liegt minus neun Stunden hinter Deutschland).

Auf meinem Plan stehen viele Gespräche und Sessions, die sich zum einen an Entwickler und Nutzer richten, zum anderen allgemein gehalten werden und die Chancen und Möglichkeiten des Cloud-Computings betrachten. Ich bin gespannt, ob es auch zu kritischen Stimmen kommt. Gleich um neun Uhr wird Marc Benioff sprechen, der bestimmt auf die Entwicklung im letzten Jahr eingehen und einen Ausblick in die Zukunft geben wird.

Das dürfte den Veranstaltern schon besser gefallen: eine geschlossene Wolkendecke

Das Programm ist dicht gesteckt bis Donnerstag und es gibt sicherlich eine Menge zu erleben – auch abseits des Kongresses. Dort auf dem Event selbst werde ich – gemäß meinen Themenschwerpunkten – nachfragen, welche Möglichkeiten junge Entwickler haben, an Applikationen mitzuwirken und sich einzubringen, welche Möglichkeiten sich aus Cloud Computing für den Mittelstand und die Industrie ergeben und wie gerade mit den oft sensiblen Daten umgegangen wird.

Wie letzte Woche bekannt wurde, ist Salesforce nun immerhin vom TÜV zertifiziert worden. Das Unternehmen erhielt das Siegel „Geprüfter Datenschutz – Cloud Computing V1.0“. Im Vordergrund des Audits stand die Gewährleistung des Schutzes personenbezogener Daten auf Grundlage der deutschen Datenschutzgesetze. Doch wie verhält es sich tatsächlich mit den Daten, angenommen es kommt beispielsweise mal zu einer politischen Krise und die Daten liegen nicht in Deutschland oder Europa, sondern in den USA? Oder aber dann, wenn amerikanische Unternehmen auch an das amerikanische Recht gebunden sind?

Also, es gibt viel zu erfahren. Sollten Sie Fragen an Salesforce haben, können Sie diese gerne in die Kommentare setzen. Ich werde sie dann hier vor Ort stellen und die Antworten veröffentlichen.

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Kommentare

One Response to “Anreise zur Dreamforce”

  1. Hardfacts von der Dreamforce 2010 in San Francisco : b4shot.de on Dezember 11th, 2010 01:35

    […] all den Erlebnissen, die bei solch einem Event auftreten und mit der Reise verbunden sind, gab es […]

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