links for 2011-01-26
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Immer mehr Mitarbeiter nutzen Cloud-Computing, um überall Zugriff auf Software und Daten zu haben – bislang meist ohne Wissen der hausinternen Spezialisten. Für die IT-Abteilungen ist das ein Alptraum, denn sie verlieren die Kontrolle.
Die demographische Schrumpfung in Deutschland
Erst war es vor allem Ostdeutschland. Nun sind auch große Teile Westdeutschlands zunehmend von der Bevölkerungsschrumpfung betroffen. Dies haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL)herausgefunden und in Karten abgebildet.
Waren es im Westen Deutschlands vor allem die Regionen Ruhr und Saar, ehemalige Industrieregionen, und wenige strukturschwache ländliche Regionen, in denen ein Bevölkerungsrückgang erkennbar war, hat sich der Einwohnerschwund nun innerhalb kurzer Zeit anscheinend auf weitere Teile der alten Länder ausgeweitet. Und dies früher als von vielen Experten vorausgesagt.
Die beiden Autoren der Studie, IfL-Wissenschaftler Günter Herfert und Frank Osterhage vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund, sehen für diese Entwicklung auch eine Ursache: Es liegt an der rapiden Abnahme der Zuwanderung aus dem Ausland. Seit 2008 verlassen nach ihren Aussagen sogar mehr Menschen Deutschland auf Dauer als Migranten zu uns kommen. Hinzu komme, dass sich die innerdeutsche Ost-West-Wanderung in den letzten Jahren deutlich verringert habe – kein Wunder, sind doch manche Ortschaften in ostdeutschen Ländern regelrechte Geisterstädte. Wer soll da noch abwandern?
Zusammen mit dem jahrzehntelangen Geburtendefizit gehen die Auswirkungen nun so weit, dass selbst die Mehrzahl der wirtschaftlich starken Metropolregionen Westdeutschlands nur noch geringe Wachstumsraten der Bevölkerung von unter einem Prozent im Jahr aufweisen. Alleine in der Region um die bayerische Landeshauptstadt München steigt die Einwohnerzahl noch um jährlich über ein Prozent.
11_01_Schrumpfung_g2 (PDF: Bevölkerungsentwicklung in westdeutschen Oberzentren (>80000 EW) 2004-2008)
Zu den Städten, die besonders von dem Bevölkerungsrückgang betroffen sind, zählen die Ruhrgebietsstädte Duisburg, Bochum und Hagen, ebenso die Hafenstädte Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie das niedersächsische Salzgitter.
11_01_Schrumpfung_g1 (PDF: Westdeutschland – Typen der Stadtregionentwicklung 2004-2008 nach dem Index der Bevölerungsentwicklung)
Die beiden Wissenschaftler kommen anhand ihrer Analysen zu dem Ergebnis, dass letztlich die Zuwanderung aus dem Ausland darüber entscheiden wird, ob es analog zu Ostdeutschland auch in Westdeutschland zu einer starken Polarisierung in flächenhafte Schrumpfungsregionen einerseits und metropolitane Wachstumsinseln anderseits kommen wird. Bleibt diese Zuwanderung aus, würde die Kluft zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Regionen zukünftig weiter wachsen.
Diese Entwicklung hat natürlich Auswirkungen auf Unternehmen und deren Nachwuchssuche – es wird nicht nur schwieriger, qualifizierten Nachwuchs zu finden, es wird schwierig, überhaupt noch welchen zu finden.
In dieser Grafik der Bertelsmann Stiftung fällt zum Beispiel auf, dass sich – mit Ausnahme von Brandenburg und Berlin – im Osten Deutschlands die Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bereits in den kommenden fünf Jahren nahezu halbieren wird. Bundesweit geht die Zahl der Personen in dieser Altersgruppe bis zum Jahr 2025 um 1,2 Millionen Menschen zurück, schreibt die Stiftung.
Wie auch zu sehen ist, weist die Entwicklung aber auch deutliche regionale Unterschiede auf.
Die größten Verlierer unter den Bundesländern in der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen bis zum Jahr 2025 sind Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit jeweils -48 Prozent gefolgt von Thüringen (-46 Prozent), Sachsen (-42 Prozent) und Brandenburg (-39 Prozent). Im Mittelfeld liegen Berlin (-27 Prozent), das Saarland (-26 Prozent), Rheinland-Pfalz (-19 Prozent), Bremen (-18 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (-17 Prozent). Weniger betroffen von den Auswirkungen des Demographischen Wandels sind Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg mit jeweils -14 Prozent sowie Niedersachsen (-13 Prozent) und Schleswig-Holstein (-8 Prozent).
Für die Unternehmen müssen diese Zahlen vor allem eines bedeuten: Qualifizierung. Qualifizierung von Schülern, Qualifizierung in der Ausbildung und Weiterqualifizierung der Mitarbeiter. Genauso muss es gelten, diejenigen in den Regionen zu halten, die noch vor Ort sind.
Grafiknachweise 11_01_Schrumpfung_g2 und 11_01_Schrumpfung_g1: Leibniz-Institut für Länderkunde e. V. (IfL)
links for 2011-01-24
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Die Regierung Abbas wollte auf Land verzichten, in dem israelische Siedler gebaut hatten, so al-Dschasira und "Guardian".
Schneller Zeitenwandel
Ich kann mich noch ganz gut an Mai 2009 erinnern. Ich saß damals in der Berliner Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), um über die Konferenz “Employer Branding – Konzepte zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität” zu berichten. Die Verantwortliche für das Employer Branding eines großen IT-Konzerns berichtete davon, wie schwierig es sei, sich beim Kampf um Talente gegen Google durchzusetzen. Ihrer Meinung nach liege die Attraktivität des inzwischen nicht mehr nur im Suchmaschinengeschäft tätigen Unternehmens vor allem darin, das Menschen an Produkten mitarbeiten könnten, die kurze Zeit später weltweit im Einsatz sind. Das fasziniere ungemein, dagegen müsse man erst einmal ankommen.
Wie Spiegel Online nun im Hinblick auf die Neugestaltung der Unternehmensführung bei Google berichtet, scheint sich diese Attraktivität inzwischen zu reduzieren. Stefan Schulz beschreibt anhand einer Recherche über das Karriereportal LinkedIn, dass das Unternehmen zahlreiche Mitarbeiter an Facebook verloren habe. Auch Top-Talente hätten Google in Richtung des Online-Kontaktnetzwerks mit Sitz in Palo Alto verlassen. Danny Sullivan von Search Engine Land nennt als Gründe für den Schwund Ende Oktober 2010: “You’re not going to become a multi-millionaire by working there, in most cases. There’s far more bureaucracy than when the company was smaller.” Zudem komme es bei den Arbeitnehmern von Google nicht gerade an, dass auch mal Flops auf den Markt gebracht wurden.
Der Beginn eines Niedergangs könne nach Sullivan deswegen noch nicht ausgerufen werden. Er schreibt weiter: “Good companies will manage their move into adulthood and remain successful.” Allerdings zeigt sich, wie sich innerhalb von nicht einmal zwei Jahren der Blick auf Unternehmen ändern kann – von Seiten der Öffentlichkeit und aus Sicht neuer Arbeitnehmergeneration beziehungsweise von Top-Talenten.
Facebook wird es vielleicht bald ähnlich ergehen wie Google, genauso manch anderem gerade so hochgejubelten IT-Start-up – insofern sie überhaupt in den Genuss von Wachstum kommen und nicht schon bald wieder durch das Platzen einer neuen Internetblase vom Markt gefegt werden. Es werden immer wieder neue, innovativere und agilere Unternehmen auf den Markt kommen, die Attraktivität versprühen und eine große Anziehungskraft auf Talente ausüben.
Allerdings: Attraktivität und ein sexy Image sind letztendlich nur Nebeneffekte – auch wenn sie nicht unterschätzt werden sollten.
Doch Glück und Erfolg all denen, die es außerdem noch schaffen, eine sinnvolle und gesunde Geschäftsidee zu etablieren, selbstständig und ohne all dies substanzlose und blasenfüllende Gehabe!
links for 2011-01-21
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Wer IT aus der Cloud bezieht, gerät schnell ins juristische Abseits. Vor allem die Datenschutzregeln sind hochkomplex. Oder kennen Sie sich damit aus?
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Auch wenn Guyana nur ein Kleinstaat ist: die Anerkennung Palästinas als Staat durch das winzige Land in Südamerika ist ein weiterer Erfolg für Mahmoud Abbas auf dem Weg zu einem unabhängigen Palästina. Die Stimmung in den PLO-Büros ist so gut wie lange nicht mehr.
Heimweg
Immer wieder – ich mit offenem Mund…
Das Dilemma der Baubranche mit dem Nachwuchs
Es ist schon ein Kreuz. Allerdings steht die Bauindustrie ja auch nicht alleine mit ihm da. Auch in anderen Branchen fehlt der qualifizierte Nachwuchs. Aber die bei der Jahresauftaktpressekonferenz vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie vorgelegten Zahlen sind schon alarmierend und werfen so manche Frage auf.
Dies sind die Fakten:
- Im Durchschnitt des Jahres 2010 ist die Zahl der Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen um 15,3 % auf 110.000 gesunken.
- Noch enger ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Bauingenieure: Im gesamten Bundesgebiet gab es im Durchschnitt des Jahres nur noch 3.500 arbeitslose Bauingenieure; das sind 11,8 % weniger als noch 2009.
- Gleichzeitig steigt die Zahl der offenen Stellen für Bauingenieure, aber auch für Bauarbeiter seit einigen Monaten an.
2010 hat sich das Beschäftigungsniveau im deutschen Bauhauptgewerbe sogar leicht erhöht – trotz Umsatzrückgang. Zwar habe dies nach Ansicht von Herbert Bodner, Präsident des Hauptverbands, sicherlich auch mit der Kurzarbeitergeldregelung zu tun, doch ist diese Entwicklung für die Branche nichts neues. Seit 2006 hält sich die Zahl mit leichten Schwankungen nach oben und unten eigentlich konstant. Der Anteil der Erwerbsfähigen und der Arbeitslosen nimmt hingegen konstant ab.
Woran scheitert es, junge Menschen für den Bauingenieurberuf zu begeistern?
- Die Branche gilt als altbacken und schwerfällig. Das ändert auch nicht die Tatsache, dass mit modernster Technik gearbeitet wird.
- Die Arbeit ist Projektarbeit. Dies ist kein Nachteil. Doch wenn damit das wochenlange unterwegs sein verbunden ist, dann wirkt das abschreckend, entspricht nicht mehr den Work-Life-Balance-Vorstellungen der Menschen, die heute vor der Studienwahl stehen. Erst langsam beginnt hier bei den Unternehmen ein Umdenken Angebote zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse eingehen.
- Die Arbeit wird mit Stress und langen Arbeitstagen verbunden.
- Es sind vor allem die Negativ-Schlagzeilen, die die große Runde machen, etwa das Kölner U-Bahn-Projekt oder die in Gesellschaft und Politik geführte Diskussion um Stuttgart 21. Mit renommierten Großprojekten glänzt eher das Ausland. Und das, obwohl an diesen Bau-Highlights so gut wie immer deutsche Unternehmen beteiligt sind.
- Die Branchenzahlen machen nicht unbedingt Mut. Auf dem Tag der Deutschen Bauindustrie 2010 sagte ein Redner: “Eine ganze Generation von Führungskräften kennt inzwischen nur den Abschwung.” Vor einem solchen Hintergrund ist es natürlich schwierig, dem Beruf Attraktivität einzuhauchen.
Welche Auswege aus dem Problem mit dem Nachwuchs gibt es?
Es klingt nur wenig optimistisch, wenn Bodner meint, dass das Auslaufen der Übergangsfristen für die Freizügigkeit von Arbeitnehmern und die Entsendung von Arbeitskräften aus acht MOE-Staaten zum 1. Mai 2011 auch die Chance beinhalte, Nachwuchskräfte für deutsche Unternehmen zu gewinnen falls der Arbeitskräftebedarf aus eigenem Nachwuchs nicht mehr gedeckt werden könne.
Dabei sehen unsere Nachbarländer Deutschland schon längst nicht mehr als erste Wahl für ihren Broterwerb. Auch dort steigen die Gehälter, so dass sich der Weg in Richtung Westen nicht unbedingt lohnt.
Es müssen dann also andere Wege gefunden werden, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Der Hauptverband hat dazu schon einige Projekte ins Leben gerufen, etwa 24h Bauingenieur, Der Bauingenieur – Beruf mit Zukunft und Wir wollen Dich!. Neben der Internetansprache gibt es noch Printpublikationen. Und auch die Bauunternehmen selbst sind nach Aussage des Verbands verstärkt in Schulen und Universitäten unterwegs.
Ein Moment, sich mal die Karriereseiten der fünf größten Bauunternehmen, die sich nun gerne auch als Baudienstleister bezeichnen, anzusehen.
(Noch-)Branchenprimus Hochtief informiert detailliert über die Einstiegsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Daten und Termine werden aufgeführt, wo und wie man mit dem Unternehmen in Verbindung treten kann. Über eine Jobbörse kann direkt nach offenen Stellen gesucht werden. Außerdem kann man sein Kompetenzprofil hinterlegen. Unter dem Punkt “Häufige Fragen” werden unterschiedlichste Fragen zum Bewerbungsvorgang beantwortet.
Ähnlich sehen die Angebote von Bilfinger Berger, Strabag Köln, Ed. Züblin und Max Bögl aus – fast alle sehr detailliert, übersichtlich und ansehnlich. Nur der Strabag-Auftritt könnte noch mit einigen mehr Informationen versehen werden.
Bei Twitter und Facebook ist allein Max Bögl mit speziellen Karriereseiten (boeglblut.de) unterwegs, wobei bei ersterem schon einige Zeit nichts mehr passiert ist. Man nutzte den Kurznachrichtendienst bisher vor allem dazu, um auf Youtube-Videos hinzuweisen. Angebote der anderen Baudienstleister konnte ich auf diesen Kanälen nicht finden.
Social Media-Dienste sind sicherlich nicht das Allheilmittel, doch könnten diese Formen und Wege der Ansprache noch genutzt, gestartet und ausgebaut werden.
Schon etwas anders sieht die Aufmachung und Eigenpräsentation bei einigen der etwas kleineren Bauunternehmen aus. Und aus denen besteht die Branche ja zum großen Teil. Natürlich gibt es auch unter ihnen einige Firmen, die sehr vorbildlich auf Personalsuche gehen, andere könnten – insofern sie überhaupt Personal benötigen – noch einiges in die Bereiche investieren.
Folgende Fragen müssen beantwortet werden:
- Wie schafft man es, dass sich mehr junge Menschen für ein Bauingenieurstudium entscheiden?
- Wie gelingt es, diejenigen, die sich dafür entschieden haben, auch zum Abschluss zu führen und die Abbrecherquote zu verringern?
- Wie kann der Branche ein lebendigeres, ein sexy Image verliehen werden?
- Was können und was müssen die Unternehmen tun, um diesen Weg zu unterstützen?
- Wie kann die Projektarbeit durch Veränderungen der internen Prozesse angepasst werden, damit sie den Bedürfnisse der heutigen Zeit entsprechen?
- Wie kann den jungen Menschen vermittelt werden, dass trotz rückläufiger Umsätze Jahr für Jahr Personal benötigt wird, dass es Aufstiegschancen in einer zukunftssicheren Branche gibt?
Nachtrag am 21.01.2011:
Wie die Immobilien Zeitung berichtet, hat eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Forschungsabteilung der Hans-Böckler-Stiftung, ergeben, dass Bauingenieure die Geringverdiener unter den Ingenieuren sind – trotz ihrer enormen Verantwortung. So verdienen Bauingenieure im Schnitt 1.127 Euro monatlich weniger als etwa Elektronik- und Fernmeldeingenieure. Ein weiterer möglicher Grund für die “Unattraktivität” des Berufs.
Die vollständige Studie ist in der Ausgabe 1/2011 der WSI-Mitteilungen erschienen.
Sportplätze: SV Lokomotive Leipzig – Nordost e.V.
links for 2011-01-15
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Andreas Maier entdeckt eine Kindheitslandschaft wieder und setzt einem Sonderling ein Denkmal. „Das Zimmer“: ein Roman aus der hessischen Provinz, der weder idyllisiert noch denunziert.
links for 2011-01-14
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Ein Zwang zum Urbanen macht sich breit unter Autoren der Berliner Republik. Das Ergebnis ist oft Geplapper, das wie Literatur klingen will. Eine Polemik von C. Schröder

