Sportplätze: FC Altenau von 1931 e.V.

Der Sportplatz des FC Altenau von 1931 e.V. befindet sich am Fuße eines dicht bewachsenen Nadelhangs.

Die Authentizität zweier Bahn-Vorstände

Den zweifelnden Gedanken gleich zu Beginn. Es kann sein, dass die beiden Bahnvorstände Dr. Rüdiger Grube (Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG und der DB ML AG) und Ulrich Weber (Vorstand Personal der DB AG und der DB ML AG) einfach nur perfekt geschult sind in Sachen öffentlichkeitswirksames Auftreten – garantiert sind die beiden das.

Doch: Es ist egal. Ihrer Authentizität tut dies keinen Abbruch – zumindest tat es das gestern nicht. Da traten die beiden bei einem Termin mit Arbeitsministerin von der Leyen in der Bahn-Ausbildungswerkstatt Schöneweide/Berlin so auf, wie sich das wohl alle Azubis von ihrer Führung wünschen würden.

Natürlich war das Drumherum auf die Ministerin abgestimmt worden. Und trotzdem bekam man klar den Eindruck, dass es sich um ein Event für den Nachwuchs handelt, dass man den jungen Frauen und Männern Respekt zollen will, dass der Termin im Grunde nur für sie organisiert ist, Ministerin hin Ministerin her.

Grube betonte es nicht nur, man merkte es ihm regelrecht an, dass er selbst nach der Schulzeit eine gewerblich-technische Ausbildung absolviert hat. Immer wieder herzte er die jungen Mitarbeiter – vielleicht auch mal ein wenig zu viel, manche oder mancher schien von der Herzlichkeit ihrer obersten Führungsperson leicht überfordert – ging auf alle offen zu, unterhielt sich ausführlich. Mancher Journalist musste sich da schon mal geduldig zeigen, was bekanntlich ja nicht von allen dieses Berufsstands die größte Fähigkeit ist.

Etwas zurückhaltender, dabei jedoch nicht weniger authentisch, zeigte sich auch Weber. Er war darauf aus, nicht nur in Lobhudelei zu verfallen. Er forderte die Azubis immer wieder auf, auch Kritikpunkte zu äußern: an der Ausbildung, am Übergang von Schule zu Beruf, an der Berufsvorbereitung, an Perspektiven. Die kamen dann auch. Dabei war schon im Eingangsbereich zu merken, dass es nicht nur um ein Abfeiern der eigenen Ausbildung geht. Ergebnisse aus Workshops und auf Tafeln präsentiert, zeigten auch Defizite auf.

Natürlich war bei einer Veranstaltung dieser Art auch Presse für Ort: Kameras, Stative, Mikrofone, die durch die Lüfte schwangen – manchmal zum Amüsement der Azubis, manchmal mit ein wenig Enttäuschung verbunden, wenn der Besuchertross an der eigenen Werkbank einfach so vorbeizog und manchmal mit Stolz.

Bei der Podiumsdiskussionen waren dann übrigens nicht nur die Fernsehkameras am Start, auch zahlreiche Smartphones und Handys machten Fotos und Videos – nahmen das Geschehen auf, dokumentierten es. Einiges davon ist bestimmt im Netz zu finden. Und daran werden sich nun alle messen lassen müssen, „wird umgesetzt, was uns da gesagt und versprochen wurde.“ Langfristige und nachhaltige Authentizität sozusagen. Denn die Besuchten werden sich daran erinnern: „Ihr seid das wichtigste was wir im Konzern haben.“

Über Inhaltliches gibt es übrigens auch einiges zu berichten. Das kann in der kommenden Dezemberausgabe der Personalführung nachgelesen werden.