Zu Fuß von Potsdam nach Berlin

Wenn schon nicht Auf und Ab, dann wenigstens in die Länge dachte ich mir gestern und beschloss nach Potsdam zu fahren, um von dort zurück nach Berlin zu laufen. Wenigstens bis an die Heerstraße wollte ich es vom Potsdamer Hauptbahnhof aus schaffen. Endstadion wurde das Olympiastadion. Also: Ziel erreicht.

Die erste Herausforderung eines solchen Vorhabens kam gleich zu Beginn auf mich zu: erst einmal aus der Stadt rauskommen. Es geht an Umgehungsstraßen entlang, über Parkplätze von Einkaufsmärkten und unter Brücken durch – nicht immer durch die schönsten Stadtgebiete, trotzdem interessant. Wenn man da nicht gleich die Lust verliert und wieder umgekehrt, kommen die schönen Wegabschnitte.

Immerhin war auf die ausgedruckte Wegbeschreibung Verlass. Irgendwann wird es ländlicher und grüner. Häuserlos wurde es jedoch erst irgendwann nach der S-Bahnhaltestelle Griebnitzsee. Im Grunewald, den Weg am Wannseeufer entlang, kommt es zu ein bisschen Ruhe.

Die Sonne schien, dementsprechend war der Wald von Stadtleuten gefüllt, Radler auf ihren Rennrädern, Jogger und Spaziergänger, die nur kurz zum Sonnetanken aus ihren Autos gestiegen waren.

Am Olympiastadion war Schluss. Die Dämmerung setzte ein und es wurde kälter. Die schmerzenden Füße nicht zu vergessen… ;-) Auf Asphaltgehen ist nicht mein Ding – Wanderstiefel sind nicht dafür gemacht!

Und heute Morgen dann von sechs bis neun Jahreseinstandstraining Karate mit Malte Loos. Fein war’s und Spaß gemacht hat es, unter dem Denkmal Friedrich Ludwig Jahns, auch bekannt als Turnvater Jahn, das Aufwärmtraining zu absolvieren, durch die Frische des Morgens in der Hasenheide zu laufen, Stände, Blocks, Schläge und Tritte zu üben, einige Katas durchzugehen, sich mit Liegestütz trietzen zu lassen und schließlich die aufgehende Sonne zu begrüßen. Nur Zeit und Sinn dabei Bilder zu machen, hatte ich keine.

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