Polarisieren spricht an oder stößt ab

Nicht die meisten und besten Bewerber müssten Unternehmen finden, sondern die passenden. Davon sind die Berater der Nürnberger Managementberatung Brand Trust nach Auswertung ihrer repräsentativen Employer Branding-Befragung unter 1.500 Arbeitssuchenden/Arbeitnehmern sowie 150 Personalverantwortlichen überzeugt.

Die Übereinstimmung der persönlichen Werte mit denen des Arbeitgebers spiele  für die Mehrheit der Bewerber eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für den Arbeitsplatz – es ist nicht die fachliche Qualifikation. Für 53 Prozent der befragten Arbeitnehmer und Bewerber ist eine möglichst große Überschneidung der Werte für die Auswahl ausschlaggebend, für 43 Prozent ist es die fachliche Eignung.

Eine möglichst große Auswahl von Bewerbern anzusprechen, sei daher nicht die optimale Strategie auf der Suche nach potenziellen Arbeitgebern, vielmehr solle polarisiert werden. So würde man auf Fans anziehend wirken, auf Bewerber mit unpassendem Wertesystem jedoch abstoßend, meint ein Berater. Nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter könnten ausgebildet werden, ein unpassendes Wertesystem hingegen lasse sich nicht so einfach korrigieren.

Allerdings, auch dies ein Ergebnis der Befragung, definieren Arbeitnehmer und Bewerber Werte anders als die Personalverantwortlichen. Während es den Arbeitnehmern vor allem um spezifische Unternehmenswerte gehe, testen Personaler eher die allgemeinen Werte wie Offenheit, Loyalität und Leistungsorientierung.

Stimmen die Werte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern überein, führe dies zu einer engen Bindung. Stimmen sie nicht, komme es zu Kritik. Denn mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Arbeitnehmer, die eine Diskrepanz zwischen der Wichtigkeit und der Erfüllung der Unternehmenskriterien wahrnehmen, sind aktive Kritiker und äußern dies gegenüber Familienmitgliedern und ihrem Umfeld.

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