Als Arbeitsmarktregion steht Berlin mies da

Es steht nicht rosig um Berlin, zumindest wenn man die Stadt als Arbeitsmarktregion betrachtet und die Daten aus 2009 als Grundlage nimmt, so wie es die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in Nürnberg getan haben. Veröffentlicht wurde deren IAB-Arbeitsmarktranking auch erst im Dezember 2011. Dafür beruht es auf 23 Indikatoren, die in die Bewertung der deutschlandweit 50 Arbeitsmarktregionen einfließen – mit unterschiedlicher Gewichtung.

Die Arbeitslosenquote in Berlin beträgt demnach 13,13 Prozent und ist überdurchschnittlich hoch. Zum Vergleich: Ravensburg schneidet mit 3,95 Prozent im Untersuchungszeitraum am besten ab. Neubrandenburg, angesiedelt am Ende der Skala, hat eine Arbeitslosenquote von 15,79 Prozent.

Beim Mismatch, der fehlenden Übereinstimmung zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage, erreicht Berlin den niedrigsten Wert. In der Stadt gibt es den größten Überhang an Arbeitslosen. Demnach zu wenig Vakanzen, offene Stellen. Oder einfach gesagt: Zu wenig Arbeit. Hinzu kommt eventuell noch, dass die meisten in Berlin lebenden die falsche Berufung haben.

Der Gesamtperformanz-Wert Berlins liegt bei -2,13 Punkten. München als Stadt mit dem höchsten Performanzwert-Wert weißt im Gegensatz dazu 1,55 Punkte auf. Nicht nur im Vergleich zur bayerischen Landeshauptstadt: überhaupt schneidet Berlin unterdurchschnittlich ab (der Wert Null entspricht dabei dem deutschen Durchschnitt; positive Werte zeugen von einer überdurchschnittlichen, negative von einer unterdurchschnittlichen Performanz). Mit Platz 49 belegt Berlin sogar den vorletzten Platz von den insgesamt 50 Arbeitsmarktregionen in Deutschland. Dies ist nicht gut bzw. schön, auch vor dem Hintergrund, dass sich der Mehrheit der Arbeitsmarktregionen im Plus befindet.

Würde wenigstens die Tendenz nach oben zeigen. Doch auch hier schwächelt die Stadt an der Spree. Gegenüber den Vorjahren ging es für die Hauptstadt weiter abwärts.

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