Unterwegs in Berlin: Müggelberge

Nach dieser schönen Winterwoche im Vinschgau, ist nun an den Wochenenden wieder Flachland angesagt. Um wenigstens ein bisschen aufwärts gehen zu können, fuhr ich zuletzt mit der S-Bahn nach Friedrichshagen. Westlich habe ich den Großen Müggelsee passiert – die Sonne glitzerte schön aus ihrem hellblauen Himmel, auf dem See schwammen noch die letzten Eisflächen, die allerdings nur noch Enten und Schwäne trugen.

Dann verließ ich den See, überquerte den Müggelheimer Damm und näherte mich den Müggelbergen, an deren Fuß der Teufelssee dunkel im Wald liegt. Von Bergen zu sprechen, ist allerdings reichlich übertrieben und bestimmt nicht korrekt. Es handelt sich lediglich um Erhebungen – immerhin die höchsten Berlins. Und sie sind auf natürlichem Weg entstanden, im Eiszeitalter.

Auf dem kleineren der beiden Hügel, dem Kleinen Müggelberg (88 Meter hoch), befindet sich ein Aussichtsturm, der Müggelturm. Mit 1 Euro Investition darf man die – ich glaube es waren 128 – Stufen hoch steigen und hat, wenn das Wetter wie letztes Wochenende mitspielt, einen hervorragenden Blick auf Berlin und das Umland. Von dort konnte ich letzten Sonntag sogar die 107 Meter hohe Cargolifter-Luftschiffhalle im brandenburgerischen Brand, das ist eine Ortschaft im Spreewald, sehen.

Einige Schritte weiter östlich, etwa fünf bis zehn Minuten Fußweg, kommt man auf das Plateau des Großen Müggelbergs. Der ist 114,7 Meter hoch. So hoch ist in Berlin nur noch der Teufelsberg. Der ist allerdings ein Trümmerberg, er ist also nicht auf natürliche Weise entstanden.

Auf dem Großen Müggelberg befindet sich der Stumpf des unvollendeten Fernsehturms Müggelberge. Dort haben sich Down-Hill-Fahrer außerdem eine Strecke durch den Wald mit Schanzen und einigen waghalsigen Kurven gebaut.

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