Wen wundert es noch?

Mich würde es mal interessieren, wie viele der Konsumenten es tatsächlich interessiert, ob sie nun Pferde- oder Rindfleisch kaufen bzw. essen?

Wurst und Schinken zu super-günstigen Preisen / Wenn Sie mehr bezahlen wollen, müssen Sie woanders laufen

Wurst und Schinken zu super-günstigen Preisen / Wenn Sie mehr bezahlen wollen, müssen Sie woanders kaufen

Winterwanderung von Berlin nach Frankfurt am Main

Im Januar lief ich mit einem Freund von Berlin nach Frankfurt am Main. Wer dazu nicht nur die Geschichten zu den Ortschaften lesen möchte, in denen ich Fußballplätze fotografierte, sondern noch weitere (die Geschichten, die sich um Fußballplätze drehen, sind dort auch veröffentlicht, passen hier aber ebenso in die Kategorie Fußball, daher die Dopplungen), kann auch auf walk2realize vorbeischauen. Den Blog habe ich speziell für die Wander- bzw. Geh-Geschichten eingerichtet.

Sportplätze: Borxlebener SV 1990

Und wieder ist eine Grenze erreicht: Mit Borxleben hatten wir Thüringen erreicht und Sachsen-Anhalt hinter uns gelassen. Das nächste Bundesland würde dann bereits Hessen sein, wir kamen der Heimat näher.

Als wir ins kleine Borxleben kamen, laut dem Thüringischen Landesamt für Statistik zählte das Örtchen Ende 2011 etwa 300 Einwohner, war ich nicht nur von der Schönheit des Sportplatzes fasziniert, an den sich private Gärten schmiegten, wir wurden auch außerordentlich gastfreundlich empfangen.

Borxlebener SV 1990

Als wir am Vereinshaus des Borxlebener SV 1990 stehenblieben, damit ich meine Fotos machen konnte, fuhr aus der gegenüberliegenden Ausfahrt gerade ein Mann, der neben mir mit seinem Auto abbremste, um zu erfahren, woher wir kämen und wohin wir wollten. Den Knauf seines Schaltknüppels hatte er mit einem Fußball verziert, den er während unseres Gesprächs mit dem Daumen streichelte.

Es war Zeit für unsere obligatorische Pause und so fragte ich ihn, ob es in dem Ort eine Gaststätte gebe. Wenn das Vereinsheim nicht gerade renoviert worden wäre, hätten wir dort einkehren können.Aber es gebe noch einen Gasthof, der bereits geöffnet habe, dort würde es sogar Kuchen geben und er sei nur fünf Minuten entfernt. Perfekt!

Borxlebener SV 1990

Wir wünschten uns gegenseitig alles Gute, ich machte Bilder und der Mann fuhr davon. Als wir im Ortskern ankamen, hielt er wieder neben uns: Er sei schon einmal vorgefahren, leider habe sie geschlossen, die Gaststätte. Es gebe aber in Ickstedt, dem Nachbarort, ein Lokal, das bereits um 16.30 Uhr geöffnet habe. „Steigt ein, ich fahr euch gerade rüber“, so sein Angebot.

Wir mussten ablehnen. Die Gründe konnte der Mann gut verstehen. Er meinte allerdings auch, dass ihm abends in der Kneipe wahrscheinlich niemand glauben wird, wenn er erzählt, dass er zwei Typen getroffen hat, die von Berlin nach Frankfurt laufen.

Sportplätze: TSV 1885 Edersleben

Hm, zu Edersleben habe ich kaum Erinnerungen. Was ich ein wenig schade finde. Immerhin wurde der Ort erstmals 786 als Edieslebo urkundlich erwähnt. Und 1930 wurde dort laut wikipedia – dachte, ich könnte meine Gedächtnis darüber zu Erinnerungen anregen – das Skelett eines 475.000 Jahre alten Mammuts entdeckt. Das kann man sich heute im Spengler-Museum von Sangerhausen ansehen. 1952 eröffnet, gilt es als das erste zu DDR-Zeiten erbaute Museum.

Dunkel erinnere ich mich an Straßennamen. So kamen wir über die Karl-Marx-Straße nach Edersleben reingelaufen. Rechts bogen wir ab in die Karl-Liebknecht-Straße. Weiter hinter ging es auf den Friedrich-Engels Berg. Im Ort gibt es außerdem noch eine Ernst-Thälmann-, eine Walter-Rathenau- und eine Dr.-Külz-Straße. Ein politisches Statement des Ortes?

In der Karl-Liebknecht-Straße wurde ich übrigens meinen Müll der letzten Pause los, den ich nun schon mehrere Kilometer in der Hand mit mir spazieren trug. Wie wenig Mülltonnen es auf dem Land gibt. Die Mülltonne, die ich fand, war übrigens voll mit leeren, kleinen Kornflaschen, Kurzen also.

Und ein Bauer, der gerade um das Eck seines in der Dorfmitte liegenden Hofes lief, unterhielt sich kurz mit uns, erklärte, wie wir am besten weiterlaufen sollten. Es war eine freundliche Begegnung.

Das war es. Es hilft nichts, ansonsten bleibt alleine das Bild des Sportplatzes des TSV 1885 Edersleben übrig. Der lag direkt am Ortseingang.

 13-02-15_Edersleben

Sportplätze: Oberröblingen

In Riestedt wollte erst niemand mit uns sprechen. Die erste Frau, die wir ansprachen, drehte sich einfach um und verschwand im Haus. Bei den nächsten war es nicht so anders. Schließlich fanden wir doch eine Gruppe von vier Leuten, von denen uns einer sehr genau Auskunft geben konnte und erklärte, wo wir in dem Ort abzubiegen hätten, um sowohl die Umgehungsstraße als auch die Bahnlinie problemlos zu überqueren.

Das Besondere am Bahnübergang war, dass man seinen Wunsch, die Schienen zu überqueren, anmelden musste. Wir sollten rufen oder aber am Bahnhäuschen klingeln. Da schönes Wetter war und das Fenster zum Schalter- oder Kontrollraum offen stand, rief ich. Die Dienst habende Frau erklärte uns, wir müssten kurz warten, gleich komme ein Zug. Daraufhin öffnete sie die Schranken.

13-02-14_Oberroeblingen0

Direkt unter einer Brücke der A38 machten wir Pause. Es wunderte mich, wie ruhig es dort war. Obwohl die Autos und Lastwagen direkt über uns hinwegbrausten – wir waren direkt unter die Fahrbahn gestiegen. Unten konnten wir das Treiben der städtischen Entsorgungsbetriebe beobachten und wir fragten uns, ob dort alles mit rechten Dingen zugeht.

VfB Oberröblingen e.V.

VfB Oberröblingen e.V.

So kamen wir nach Oberröblingen, wo der VfB Oberröblingen e.V. zu Hause ist, zu dem ich leider keine Webseite gefunden habe.

VfB Oberröblingen e.V.

Der Sportplatz des VfB Oberröblingen e.V., einige Kilometer weiter hinten geht ein Regenschauer runter

Sportplätze: BSC Blankenheim 1920

Am Abend zuvor hatten wir in einer unsäglich schlechten Dönerbude in der Lutherstadt Eisleben Pizza gegessen. Eines meiner Lieblingsgerichte war durch haufenweise Gouda verhunzt werden, der mir daraufhin schwer im Magen lag. Während wir in dem Imbiss gesessen hatten und wenigstens das Hungergefühl vertrieben haben, hatte es angefangen zu schneien.

Bald würden wir Sangerhausen passieren. An der Stelle hat man etwa die Hälfte des Weges von Frankfurt am Main nach Berlin hinter sich – reist man mit Regionalzügen. Am Bahnhof Sangerhausen muss man auf diesem Weg dann umsteigen – es ist einer der leblosesten Bahnhöfe, die ich je gesehen habe.

Als wir vor Silvester mit der Bahn nach Berlin fuhren, mussten hier einige Reisende zurückbleiben, da sie nicht mehr in den aus zwei Wagons bestehenden Zug passten, der von dort aus weiterfuhr. Alle anderen hatten sich auf Sitze, die Gänge und Gepäckablagen gequetscht und durchlebten herzliche und lustige sowie mit Klettereinlagen garnierte zwei Stunden. Nächster Halt und Umsteigepunkt des Zuges in dann Magdeburg.

13-02-13_Blankenheim

Nun, wir würden nicht durch Sangerhausen kommen, sondern leicht südlich daran vorbei laufen. Doch bevor wir die Straße nach Sangerhausen verließen, kamen wir durch Blankenheim, die Heimat des BSC Blankenheim 1920.

13-02-13_Blankenheim2

Sportplätze: VSG Helmsdorf

Von Zabenstedt ging es weiter nach Heiligenthal. Bei der Agrargenossenchschaft Helmsdorf kauften wir einige Äpfel, die wir uns auch direkt dort an der Kreuzung schmecken ließen. Der nächste Ort würde Polleben sein. Auf dem Weg dorthin würden wir freien Blick auf einige Kaliberge haben.

Doch davor sah ich noch den Fußballplatz des VSG Helmsdorf e.V.

13-02-12_Helmsdorf

Sportplätze: Gustav Siersleben Sportstätte

Irgendwann tauchten auf meinem Weg von Berlin nach Frankfurt am Main wieder Sportplätze auf. Während ich in Brandenburg überhaupt keinen sah, wurden es in Sachsen-Anhalt schon mehr. In Thüringen und Hessen schließlich lag fast in jedem Ort einer an meinem Weg. Die nächsten Tage kommen also eine ganze Menge an neuen Bildern hinzu.

Los geht es heute mit der Gustav Siersleben Sportstätte des SV Blau-Rot 1930 Zabenstedt e.v.

13-02-11_Zabenstedt

Kredite

Die Werbebriefe von Finanzinstituten in meinem Briefkasten, einen Kredit aufzunehmen, nimmt in der letzten bedenklich und unangenehm zu. Warum wollen die das nur?