Sportplätze: Borxlebener SV 1990

Und wieder ist eine Grenze erreicht: Mit Borxleben hatten wir Thüringen erreicht und Sachsen-Anhalt hinter uns gelassen. Das nächste Bundesland würde dann bereits Hessen sein, wir kamen der Heimat näher.

Als wir ins kleine Borxleben kamen, laut dem Thüringischen Landesamt für Statistik zählte das Örtchen Ende 2011 etwa 300 Einwohner, war ich nicht nur von der Schönheit des Sportplatzes fasziniert, an den sich private Gärten schmiegten, wir wurden auch außerordentlich gastfreundlich empfangen.

Borxlebener SV 1990

Als wir am Vereinshaus des Borxlebener SV 1990 stehenblieben, damit ich meine Fotos machen konnte, fuhr aus der gegenüberliegenden Ausfahrt gerade ein Mann, der neben mir mit seinem Auto abbremste, um zu erfahren, woher wir kämen und wohin wir wollten. Den Knauf seines Schaltknüppels hatte er mit einem Fußball verziert, den er während unseres Gesprächs mit dem Daumen streichelte.

Es war Zeit für unsere obligatorische Pause und so fragte ich ihn, ob es in dem Ort eine Gaststätte gebe. Wenn das Vereinsheim nicht gerade renoviert worden wäre, hätten wir dort einkehren können.Aber es gebe noch einen Gasthof, der bereits geöffnet habe, dort würde es sogar Kuchen geben und er sei nur fünf Minuten entfernt. Perfekt!

Borxlebener SV 1990

Wir wünschten uns gegenseitig alles Gute, ich machte Bilder und der Mann fuhr davon. Als wir im Ortskern ankamen, hielt er wieder neben uns: Er sei schon einmal vorgefahren, leider habe sie geschlossen, die Gaststätte. Es gebe aber in Ickstedt, dem Nachbarort, ein Lokal, das bereits um 16.30 Uhr geöffnet habe. „Steigt ein, ich fahr euch gerade rüber“, so sein Angebot.

Wir mussten ablehnen. Die Gründe konnte der Mann gut verstehen. Er meinte allerdings auch, dass ihm abends in der Kneipe wahrscheinlich niemand glauben wird, wenn er erzählt, dass er zwei Typen getroffen hat, die von Berlin nach Frankfurt laufen.

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