Die Schönheit der Gedanken

Die neue Platte von Actress läuft: Ghettoville. Zum ersten Mal. Ich denke nicht an Selbstmord. Ich denke aber, wenn man veranlagt ist, an Selbstmord zu denken, dann vielleicht bei dieser Platte. Düster kommt sie daher. Elektrobeats. „Don’t stop the music.“ Beim zweiten Hören finde ich die Platte sehr inspirierend und aufbauend. Weiterhin Elektrobeats. Sogar motivierend. Für die Musik sind Kopfhörer Pflicht.

14-01-29_Beine

Ich dachte, es wird ein Erinnerungsabend an die Heimat, an Friedberg in Hessen. Ich dachte dies, zweifelte aber auch daran. Zu Recht. Es wurde ein Anstoß, sich zu erinnern. Nicht an Friedberg. Die Stadt ist Nebensache, nur ein Ort, der wahrscheinlich durch viele andere ersetzt werden kann. Der Autor bringt sich auch keinen Äppler mit an seinen Lesetisch. Rotwein muss diesmal für ihn und den Literaturkritiker reichen. Es geht um Kommunikation und Sprache. Um Erziehung, Beischlaf und das Leben überhaupt und an sich in einem kleinen Städtchen. Auch um GIs. Und um Erinnerungsfetzen, die immer mal wieder in einem selbst auftauchen, dann aber ebenso schnell wieder verschwinden. Die Kunst des Vergessens. Oder ist es Verdrängung? Kenne ich, denke ich. Der Autor hat Teile davon schriftlich festgehalten. „Das Schreiben ersetzt mir die Psychoanalyse.“ So ähnlich hat es mal ein berühmter amerikanischer Schriftsteller im Interview gesagt. Der deutsche Autor, auch er ist bekannt, sagt: „Gerne würde ich mal wieder einen normalen Roman schreiben.“ Der Kritiker schaut ihn die meiste Zeit etwas ratlos und fragend an.

 

Be Sociable, Share!

Kommentare

Leave a Reply