Handicaps des Alltags

Kleine Kufen könnten helfen. Sind die nicht vorhanden, gilt bei Schnee auf den Gehwegen: Rollkoffer müssen getragen werden.

14-01-28_Rollkoffer

Die Spree schließt sich

Das war gestern. Heute dürfte das Eis zusätzlich noch von einer Schneeschicht bedeckt sein.

14-01-26_Spree_1

Fischende Künstler am Landwehrkanal

Keine Ahnung, wer sich da die Mühe gemacht hat. Vielleicht waren es Stadtangestellte, die die Aufgabe hatten den Landwehrkanal nach Müll zu durchsuchen und diesen rauszufischen? Und vielleicht dachte sich einer von denen: Wieso soll man nicht mal zeigen, was da alles so zum Vorschein kommt? Sozusagen „Kunst vom und am Kanal“. Vielleicht war es aber auch der „Fischer vom Landwehrkanal„.

Wie es auch gewesen sein mag, von der gegenüberliegenden Seite des Görlitzer Ufers an, über den Schlesischen Busch bis hin zur Puschkinallee hat jemand Fahrgeräte aufgestellt, die wohl aus dem Landwehrkanal stammen – die in ihm irgendwann versenkt worden waren. Angerostet, vermost und ein wenig mit Wassergestrüpp behangen.

14-01-26_Rad_1

14-01-26_Rad_2

14-01-26_Rad_3

14-01-26_Rad_4

14-01-26_Rad_5

 

Eiskaltes Berlin

14-01-25_Kohlekarren

Sportplätze: Tempelhofer Feld

Der erste Besuch des Jahres auf dem Tempelhofer Feld liegt bereits hinter mir, das Ende der Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren über die Zukunft des Feldes naht: Der 13. Januar wird der letzte Tag der Unterzeichnungsfrist sein. An diesem Tag sollen die Unterschriften auch an die Landeswahlleitung übergeben werden.

14.01.05_tempelhoferfeld-0

Bisher sind nach Angaben von „Volksbegehren Tempelhofer Feld – 100% Tempelhofer Feld“ 130 600 Unterschriften (Stand: 05.01.14) abgegeben worden. Gebraucht werden 173 000. Da ist also noch einiges nötig, um überhaupt zu einem Volksbegehren zu kommen.

14.01.05_tempelhoferfeld-1

Und die Zeichen, dass ein Volksbegehren für die Initiatoren, die die 100% Temeplhofer Feld wünschen, erfolgreich endet, sind gerade auch nicht günstig zu bezeichnen. Laut einer Forsa-Umfrage im November 2013 im Auftrag der Berliner Zeitung sprachen sich 59 Prozent der Befragten Berlinerinnen und Berliner für eine Teilbebauung mit Wohnungen, Gewerbeflächen und einem Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek rund um eine große Parkfläche aus. Im Februar des letzten Jahres wünschten sich 57 Prozent noch, das Feld so zu belassen wie es ist.

Farberläufe im Himmel

Auch zu Hause kann man sich manchmal wie im Urlaub fühlen. In Berlin geht das manchmal noch leichter als an anderen Orten. Die Stadt ist von Touristen überspült.

13-08-02_Sonne

Pausen nutzen

Momentan gibt es wenig Zeit für Pausen, zu dicht sind die Termine gesteckt, um wirklich mal abschalten zu können, zu viele Projekte laufen parallel, da will ich den gewonnen Flow nutzen, um nicht unter noch größeren Druck zu geraten.

 

Wenn es sonntags dann doch mal drei freie Stunden gibt, geht es raus – möglichst mit der angenehmen Verbindung körperlicher Betätigung mit Kultur. Da ist es dann auch egal, dass am Ende nur der Körper befriedigt wurde, die besuchte Kunst nur an der Oberfläche kratzte, ohne in die Tiefe zu gehen, ohne eine tatsächliche Berührung des Geistes hinzubekommen. Und es ist egal, dass es regnet. Immerhin traf der einen.

Der Wandel im Reuterkiez schreitet voran

Ich habe nichts dagegen, dass sich Viertel ändern, das ist der Lauf der Zeit. Aber wenn ich das Gefühl bekomme, es geht um Gleichschaltung, dann überkommt mich schon ein ungutes Gefühl.

So wie hier im Reuterkiez, dem nördlichen Neukölln, der gerade boomt. Die Mieten steigen, die Geschäftsinhaber wechseln, die Eckneipen verschwinden mitsamt ihrem Inventar und dem Stammpublikum. Dort, wo bis letzten Monat noch ein kleiner Bäcker drin war, ein Treffpunkt zahlreicher Straßenbewohner, dort soll nun ein italienischer Feinkostladen einziehen. So mutmaßen die, die es wissen müssen, da sie hier schon lange und noch leben und vieles im Blick haben.

Auch der Trödel unten im Haus wechselt sein Geschäftskonzept. Statt wie sonst freitags immer auf die Stadtteilversteigerungen zu fahren, wo ganzer Wohnrat unter den Hammer kommt, den er dann verkaufen kann, setzt er von nun an auf das Partyvolk, das allabendlich durch die Straßen zieht – manchmal auch fällt, mitsamt der Flaschen in der Hand. Er sieht eine Zukunft darin, in einem Spätkauf zu stehen. Gerade baut er um. Immerhin ist er zum Change bereit.

So werden von nun an nicht nur in und vor all den Bars, die sich nicht wirklich unterscheiden – unverputzte Wände haben sie alle, ebenso eine schnell eingezogene Bar, und alte Wohnzimmermöbel scheinen sowieso Gesetz zu sein – zukünftig Trauben von Menschen stehen. Nein, sie werden auch direkt vor meiner Haustüre stehen. Sie werden den Weg versperren, ihren Unrat liegen und fallen lassen.

Und das bis in den Morgen hinein. Wenn ich mich auf den Weg zu meiner ersten Trainingseinheit mache, werden sie streitend rumstehen, manchmal auf knutschend. Oder sie werden einfach nur voll im Hauseingang liegen, allein und lallend.

Doch der untrügliche Beweis für den Wandel sind all die Kinderwägen. Wie bereits vom Prenzlauer Berg bekannt und vielfach beschrieben, beginnen auch hier ganze Batterien von ihnen vor Cafes und Kinderstuben zu stehen. Drinnen sitzen Mütter, ganz selten mal ein Vater, und fast immer ist der Nachwuchs das Thema.

Das ist allerdings immer noch besser als über all die Projekte zu reden, die man in Zukunft angehen wolle und die garantiert eine super gewinnbringende Geschichte sind. Das war nämlich mein Eindruck von Berlin, als ich hier vor neun Jahren ankam. Seifenblasen.

Muss man das erlebt haben?

Die Berliner Hinterhöfe haben ja durchaus ihren Reiz. Dort verbergen sich allerhand geheime Orte, Plätze für Ideen und Räume für Gedanken, auf die die Hausfassaden zur Straßenseite nicht unbedingt schließen lassen. Manche Häuser haben ja gleich mehrere solcher Höfe, kleine Dörfer im bescheidenen Hintergrund.

Spannende Dinge habe ich in manchem Hof schon gefunden: Plattenläden, Cafés, Ausstellungen, unangekündigte Partys und innovative Kleinunternehmen. Nicht zu verachten ist auch so manche wunderschöne Wohnung, bis zu denen der Lärm der Stadt keine Chance hat vorzudringen. Liegt die noch in einer der oberen Stockwerke und ist der Hof nicht zu eng, kommt sogar Licht in die Räume – vielleicht eine ehemalige Fabriketage, die wohntauglich gemacht wurde.

Hin und wieder trifft man in einem solchen Hof aber auch auf Absurdes, auf Abtruses, auf Gruppen, die dort ihren wirren Gedanken nachgehen können – wobei ich jetzt nicht behaupten will, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Hinterhöfen und derartigen Veranstaltungen gibt.

In solch einen Vortrag geriet ich jedoch zuletzt – fast zufällig. Erst war es irgendwie spannend, da waren unbekannte Gedanken, von den ich dachte: Könnte ja interessant werden, lass dich darauf ein. Das Problem war nur, dass der Vortragende nicht reden konnte, konzeptlos seine Gedanken vortrug, so wie sie ihm in den Sinn und dann aus dem Mund kamen. Immer mal wieder kleine Lacher eingestreut, Freude über eigene „Geistesblitze“. Irgendwann war es nur noch nervend und ich war erleichtert, als ich wieder in das Leben der Straße zurückkehrte.

Porträt meines Karatelehrers

Mein Karatelehrer übt nicht schon immer diesen Beruf (Beruf kommt von Berufung… ;-)) aus. Zuvor war er Wirtschaftswissenschaftler, auf dem besten Weg eine erfolgreiche Finanzkarriere zu starten. Wie es zum Wandel kam, was ihn antrieb und heute bewegt, darum geht es in meinem Beitrag auf Simone Jansons Seite berufebilder.de:
Teil 1 des Porträts: Freiheit finden in sich selbst!
Teil 2 des Porträts: Auf der Suche nach Wahrheit & innerer Stille

Next Page →