Personalsuche per Video
Im ersten Moment denkt man noch, man sei in einem Stromberg-Film gelandet und die Mitarbeiter wrden sich gegenseitig auf die Schippe nehmen. Doch nach kurzer Zeit entpuppt sich das Video als eine Personalanzeige von Schwbisch Hall, die auf der Suche nach Auendienstmitarbeitern sind.
Auch auf der Karrierewebseite des Unternehmens findet die Ansprache fast nur noch in Videoform statt. Auf witzige, aber doch irgendwie pointierte Art wird dort vermittelt, welche Typen von Menschen gesucht werden.
(via)
Forschung sichtbar gemacht
Das nenn ich mal eine gute Idee. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeigt auf einem neu eingerichteten Videoportal, worum es in der Exzellenzinitiative geht, genauer: welche Forschungsprojekte gefrdert werden.
Man kann sich die Videos dabei nach Standort, Fach oder Frderlinie aussuchen. Momentan stehen 17 Filme online, jeden Montag kommt ein weiterer hinzu, so dass irgendwann einmal alle 85 gefrderten Einrichtungen mit einer Vorstellung vertreten sein werden. So wird dieser sehr abstrakte und oft politisch genutzte Begriff “Exzellenzinitiative” endlich mal zu einem Bild, unter dem man sich etwas vorstellen kann. Auerdem bekommt man mit, an welchem Punkt die deutsche Forschung angelangt ist, mit was sich Forscher beschftigen und was vielleicht irgendwann einmal unseren Alltag bestimmen wird.
Rundgang an der staatlichen Hochschule fr Bildende Knste Stdelschule
Noch interessanter als die Kunst sind die Rume, in denen die Kunst entsteht.
Noch interessanter als die Rume ist der Blick aus deren Fenstern. Der Blick auf deren Fenster.
Da passiert etwas.


















Glaubt man den Knstlern der Schule, so bewegen wir uns hin zu Kitsch. Zur Wiederholung auch.
Der Nachteil von Rundgngen ist der, dass dort einfach jeder ausstellen darf.
Ein Kurator wrde wenigstens schon ein wenig helfen.
Und warum mssen die Knstler alle in Uniform rumlaufen?
Lehrer sollen Gewalttypen kennenlernen
Ein bisschen enttuscht war ich ja schon. Da dachte ich, Lehramtsstudenten wrden in Zukunft whrend ihrer Ausbildung Karate, Kung-Fu oder Taekwondo lernen mssen, um sich gegen aggressive Schler zur Wehr setzen und ihnen Grenzen aufzeigen zu knnen. Gab es doch in der jngsten Vergangenheit zahlreiche bergriffe gegen sie. Dem wird allerdings nicht so sein. Rebecca Friedmann, Leiterin des Weiterbildungsprojekts “Lehrer lernen den Umgang mit gewalttigen Schlern” an der FU Berlin, sagt: “Wir brauchen kein Karate, sondern Wissensvermittlung.” An den Universitten werden also auch weiterhin die Gewaltphnomene von Schlern vor allem wissenschaftlich untersucht, den Lehrern aber immerhin diese Erkenntnisse mit auf den Weg mit in den Alltag gegeben.
Statt also selbst die Faust einzusetzen, sollen Pdagogen gewaltbereite Jugendliche in sekundenschnelle einem der drei Typen zuordnen: dem instrumentellen Typ, dem reaktiv-aggressivem Typ oder dem Frust-Typ. Und anhand dieses Erkennens dann Konsequenzen fr ihr Handeln ableiten. Denn whrend bei ersterem Sanktionen und Strafen Wirkung zeigen, bei denen auch schon ein Wachschutz an Schulen helfen wrde, mssen fr die beiden anderen Typen individuelle Strategien entwickelt werden, die ihnen helfen sollen, derartige Situationen unter Kontrolle zu halten. Gerade der Frust-Typ ist in seiner Lage meist einfach nur auf der Suche nach einem Opfer, an dem er seine Frustration ausleben und sein Selbstwertgefhl wieder aufbauen kann. Hoffentlich wird das nicht gerade der Lehrer sein? Und hoffentlich wird der Lehrer nicht gleichzeitig mit mehreren Typen konfrontiert?
Eine Erkenntnis bisheriger Untersuchungen ist, dass es sich bei den Gewaltttern um eine heterogene Gruppe handelt jeder einzelne hat sein ganz eigenes Motiv, dass es zu erkennen gilt, um es zu behandeln. Fr Lehrer ist es weiterhin wichtig, mit einer wertfreien Haltung auf die Gewalttter zu zugehen. Moralisierung bringe meist nichts.
Die Nachfrage von Lehrer nach derartigen Angeboten sei da, auch wenn sie in der Freizeit besucht werden mssen. Allerdings gibt es gerade mal fr 400 Lehrer Weiterbildungspltze, viel zu wenig. Problematisch ist auch, dass, wie Landesschulrat Hans-Jrgen Pokall von der Senatsbildungsverwaltung Berlin besttigt, alle Schulformen mit derartigen Problemen zu kmpfen haben, also alle Lehrer betroffen sein knnen.