Plattenabbau – VEB Kombinat Robotron

Abrissstimmung herrscht derzeit zwischen der Zinzendorfstraße und der Petersburger Straße in Dresden. Dort wird momentan ein Bürokomplex des ehemaligen Volkseigenen Betriebs (VEB) Kombinat Robotron zurückgebaut.  Gebaut wurde dieser zwischen 1968 und 1974. Das an das Deutsche Hygiene-Museum angrenzende Areal war zu DDR-Zeiten ein Zentrum der ostdeutschen Computer- und Elektronikindustrie. Laut Medienberichten soll dort nun ein Wohnkomplex entstehen.

Eiskaltes Berlin

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Sportplätze: Stadion am Zoo in Wuppertal

Trotz Krankheit war die Anziehungskraft der Schwebebahn größer. Also ab in den Zug und auf ins nahegelegene Wuppertal.

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Bestimmt dreimal fuhr ich die Strecke in den an einer Stahlkonstruktion hängenden Betriebswagen entlang, in beide Richtungen. Mit einer Dauerkarte für die Region ist das kein Problem. Und Spaß hat es auch gemacht. Vor allem die Industrie in der Talsohle und inmitten der Stadt hatte es mir angetan. Auf das Firmengelände hinuntersehen zu können, kommt für mich dem Besuch eines Erlebnisparks gleich. Ich liebe es auch, durch Industrie- und Gewerbegebiete zu fahren. Es ist so spannend zu sehen, was es da alles gibt, was da alles produziert wird.

Und schließlich, direkt an der Schwebebahn gelegen, tauchte an einem Hang gelegen auch das Wuppertaler Stadion auf, ein unter Denkmalschutz stehender Bau. Durch eine Zaunlücke am oberen Teil konnte ich mein Foto vom Stadion am Zoo machen, der Spielstätte des Wuppertaler SV.

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Canaletto-Blick

Nach Canaletto – oder wie er zuvor hieß: Bernardo Bellotto.

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Seife aus Nablus

Vor wenigen Jahren war ich für zehn Tage im Westjordanland unterwegs. Es hatte sich eine gute Gelegenheit dazu ergeben, da ein Freund dort arbeitet und ich so eine Anlaufstation hatte. Während er tagsüber arbeitete, reiste ich durch den schmalen Streifen an Land, fuhr jeden Morgen von Ramallah aus mit einem Sammeltaxi in eine andere Stadt und kam abends wieder zurück. Es war eine der spannendsten Reisen, die ich jemals unternommen habe.

Wenn möglich, hatte man sich in den Taxis nach Geschlechtern aufgeteilt zu setzen. Auf einer der Sitzreihe saßen Frauen, auf der anderen Männer. Allerdings geht dieses Prinzip nicht immer auf. Während der Fahrt dann reicht man den Fahrpreis nach vorne zum Fahrer, der dabei munter weiterfährt. Während er das Wechselgeld aus seinem Beutel sucht. Feste Abfahrtzeiten scheint es nicht zu geben. Es geht los, sobald das Auto voll besetzt ist. Das dauerte in den meisten Fällen aber nicht besonders lange.

Es ist Hochsommer, die Temperatur täglich über 30 Grad Celsius und ich stehe an einem der Vormittage in der Innenstadt auf einem Platz von Nablus. Früh morgens war ich mal wieder aufgebrochen, der Muezzin hatte sehr früh zum Morgengebet gerufen.

Dort komme ich mit einem Studenten ins Gespräch, der gerne in Deutschland studiert würde. Doch er darf das Westjordanland nicht verlassen, sagt er. Von Düsseldorf habe er schon einmal gehört, die Stadt am Rhein würde er gerne mal besuchen.

Als ich auf der anderen Seite des Platzes eine Seifenfabrik entdecke, frage ich ihn, ob er mich begleiten möchte. „Ja, sehr gerne“, sagt er auf Englisch, er könne dann auch gleich übersetzen. Zudem interessiere auch ihn die Produktion.

Fabrik ist vielleicht etwas übertrieben: Es handelt sich um einen zweistöckigen Flachbau mit Keller. Das obere Stockwerk wäre in Berlin wahrscheinlich ein ausgebautes Loft.

Wir treten unten ein und fragen im ersten Büro, ob wir uns mal umsehen dürfen. Kein Problem. In Deutschland wäre das wahrscheinlich undenkbar. Es ist der Besitzer der Fabrik mit angeschlossenem Laden, der uns dann durch das Gebäude führt und uns die einzelnen Schritte erklärt.

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Fünf Tage dauert ein Zyklus etwa. Immer wieder wird Olivenöl mit Wasser vermischt. Es wird gerührt und erhitzt. Dann kühlt die Mischung ab. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals. Ist der richtige Zeitpunkt erreicht, wird die Masse im oberen Stockwerk ausgestrichen. Sie wird nach gewünschten Größen geschnitten. Die Seifenstücke werden zu hochaufragenden Türmen geschichtet.

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Und am Ende des Produktionsprozesses sitzt dieser Mann. Auf dem Boden vor einem kleinen Schemel. Er verpackt die einzelnen Seifenstücke. 7.000 am Tag, sagen sie mir. Ich habe niemals so schnelle Hände gesehen. Das Verpacken einer Seife ist Sekundensache. Und dabei huscht ihm noch ein Lächeln über sein Gesicht.

Meinen Begleiter, den Studenten, frage ich noch, ob ich ihn als Dank zu etwas einladen darf. Er muss weiter. Fügt aber an: „Dies ist meine Kultur hier. Ich freue mich, sie zeigen zu können. Das mache ich gerne.“

 

Dresden – Hannover – Wolfsburg

Es war mal wieder Zeit, nach Dresden zu reisen. Anlass war die dortige Jahresausstellung an der Hochschule für Bildende Künste, die am Freitag bei bzw. in den Werkstätten und Ateliers der Bildhauerinnen und Bildhauern begann. Und die übrigens noch bis 21.07. besucht an angeschaut werden kann.

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Das hinten erleuchtete Fenster gehört zu den Ateliers der Klasse von Prof. Martin Honert.

Von Dresden ging es nach Hannover zu den Szenestudien des 2. Studienjahres an der Hochschule für Musik Theater Und Medien Hannover. Eine sehr zweigeteilte Veranstaltung was die vier gespielten Szenen angeht.

Und schließlich, auf dem Rückweg nach Berlin, noch ein Stopp in Wolfsburg beim Kunstmuseum Wolfsburg, um Christian Boltanskis Ausstellung „Bewegt“ anzusehen (noch bis 21.07.).

Wolfsburg

Ist eine strange City, dieses Wolfsburg. Gefühlt waren wir die einzigen, die die Stadt so verlassen haben, wie wir kamen: mit dem Zug und nicht mit einem Neuwagen. Aus fast allen Taschen der Anreisenden schauten neue Nummernschilder – kollektives Anschrauben am Nachmittag. Daher wurden wir auch nicht in der „Welcome Lounge“ am Hauptbahnhof empfangen.

Wen es aber in der dieser Woche noch einmal nach Wolfsburg verschlägt, der sollte sich dann tatsächlich Boltanskis Installation im Japangarten „Die Stimmen der verirrten Seelen“ des Museums ansehen. Dort ist es sehr friedlich – gerne hätte ich mich dort mit einer Decke wärmend den gesamten Tag hingelegt und den Glöckchen gelauscht – aus dem Museum den Herzschlag einer anderen Installation auch noch hörend.

Überhaupt präsentierte sich die gesamte Innenstadt wie ausgestorben. Doch auf dem Rückweg zum Bahnhof spielte uns das Glockenspiel am Rathaus „Freude schöner Götterfunken“.

Auf dem Gipfel des Großvenedigers

Groißvenediger

Am 27.06.2013 auf dem Großvenediger in Osttirol, Österreich. Weitere Bilder und ein wenig Text zu der Hochtouren-Woche gibt es hier: http://walk2realize.wordpress.com/category/grosvenediger-2013/

Wen wundert es noch?

Mich würde es mal interessieren, wie viele der Konsumenten es tatsächlich interessiert, ob sie nun Pferde- oder Rindfleisch kaufen bzw. essen?

Wurst und Schinken zu super-günstigen Preisen / Wenn Sie mehr bezahlen wollen, müssen Sie woanders laufen

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Winterwanderung von Berlin nach Frankfurt am Main

Im Januar lief ich mit einem Freund von Berlin nach Frankfurt am Main. Wer dazu nicht nur die Geschichten zu den Ortschaften lesen möchte, in denen ich Fußballplätze fotografierte, sondern noch weitere (die Geschichten, die sich um Fußballplätze drehen, sind dort auch veröffentlicht, passen hier aber ebenso in die Kategorie Fußball, daher die Dopplungen), kann auch auf walk2realize vorbeischauen. Den Blog habe ich speziell für die Wander- bzw. Geh-Geschichten eingerichtet.

Von nun an ein Jahr

Da haben sich schöne Dinge ergeben, die ich alle wohl innerhalb des nächsten Jahres erleben werde. Viel neues wird darunter sein, das wird spannend.

Und vielleicht, nein sicher, kommen auch noch einige andere Erlebnisse dazu.

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