Kids

Das eine Kind versucht mit Daumen und Zeigefinger das Flugzeug auf der Fensterscheibe groß zu ziehen. Es regt sich auf, als das nicht funktioniert. Sicher wird es eines Tages klappen.

Das andere Kind wird von seiner Mutter im Kinderwagen vor einer üblen Spelunke abgestellt, damit diese darin ihren Tag starten kann.

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Zumindest einmal fassungsloses uns böses Kopfschütteln.

So!

Es ist für die Freiheit und die Sicherheit, genau dafür müssen wir euch überwachen. Das versteht ihr doch.

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Digital Change

Mit der Digitalisierung der Plattensammlung und dem Verkauf des Vinyls ging auch die Frau. Als ob er seine Seele damit gleich mitverkauft habe. Und nun: digital Love? Die Neue schätzt die freie Wohnzimmerwand. Und den schnellen Zugriff. Haltbarkeit ist Nebensache.

14-03-20

Konzentration auf die Mitte

Philipp: „Wenn du das nächste Mal U-Bahn fährst und nicht liest oder auf dem Handy im Internet surfst, dann konzentriere dich mal darauf, nur auf die Nasen der Menschen zu achten. Schau dir die Nasen an. Das hat mich echt fast schon ein wenig kirre im Kopf gemacht. Und noch absurder wird es, wenn man selbst dabei auf dem Kopf steht, also all die Nasen verkehrt herum betrachtet. Das dann natürlich nicht in der Bahn.“

14-04-11

Was passiert?

Wer wegzieht, braucht sich nicht wundern. Vergessen ist natürlich. Da hilft auch die Frage nach einem Autogramm nichts. Doch bei Auswärtsspielen freut sich die Gattin des Bundesligatrainers, dass sie sich die Füße mal selbst massieren kann. Hamburg hin oder her. Jetzt ist die Heimat hier. Allerdings auch nur begrenzt. Hach. Menno.

 14-04-10

Philipp fragt: „Wie lange werden die Menschen das noch mitmachen? Wie lange werden sie sich das noch von den Mächtigen, von den Egozentrikern, von den Politikern gefallen lassen? Die machen ihr Ding, aber mit uns, dem Volk, den Bürgern, hat das nichts mehr zu tun. Wann werden wir uns dagegen wehren? Wann steht endlich der Mensch im Mittelpunkt des Handelns?“
Andreas: „Vielleicht bald. Vielleicht dauert es noch etwas. Aber wer wird starten? Die ersten sind meist nur Futter zum Vorangehen.“
Philipp: „Das ist auch so eine Sache, die ich nicht verstehe: Wie kann ein Mensch Polizist werden? Klar, Dinge müssen aufgeklärt, Regeln eingehalten und Werte geschützt werden. Aber wenn es dann darum geht, Ungerechtigkeit zu verteidigen – gibt es da tatsächlich noch diesen Gehorsam? Wenn ich mir vorstelle, plötzlich meinen Geschwistern oder Freunden gegenüberzustehen, um sie an der Ausübung ihrer Freiheiten zu hindern, um sie darin zu hindern, gegen Ungerechtigkeit zu protestieren.“
Andreas: „Das verstehe ich auch nicht. Da bin ich immer ganz fassungslos, das ist mir unbegreiflich.“

Egos treffen auf Wiedergeborenen

Schade, da hätte ich R. während meines Aufenthalts in Dearborn doch treffen können. „Wieso geht es vielen eigentlich nur darum, mehr zu haben – mehr als andere und selbst immer mehr? Wieso so wenigen darum, dass es allen gut geht?“, fragt Philipp.

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Während der eine Stadionsprecher seine Fanfare für das Publikum abliest, schießt ihm der andere immer wieder einen Ball gegen die Beine. Den Faden verliert der Lesende trotzdem nicht. Sind halt Profis. Und dann doch nur ein 0:0 nach ödem Spiel. Scatman für die Inhaftierten.

Und ich habe weiter den Rhythmus von R. im Kopf und in den Fingern. Werde für Flippi wohl mal neue Saiten auf die Gitarre ziehen.

W. H.

Eine geleerte, jedoch wieder verkorkte Apfel-Champagner-Flasche aus Franken. Ein gerolltes Bild mit beschriebener Rückseite im Inneren. Zwei Stahlwinkelschienen zu einem Kreuz zusammengeschweißt. Einige Sträuße halbfrischer Blumen. Noch einige Tannen. Hinter der Mauer fahren Jugendliche auf Skateboards. In der direkten Nachbarschaft einige weitere Schriftsteller. Auch Neubauten mit Fensterblick in den Himmel. Ruhe. RIP.
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Fetzen der Erleuchtung

Szenen aus der Jugend holen mich in die heutige Zeit übertragen im Traum ein. Erschrocken wache ich auf. Mist: Im ersten Live-Interview viel zu oft ins Stocken geraten. Und zu viele Ähs. Krise am Morgen. Und irgendwas läuft falsch, wenn der Trainer empfiehlt: „Bitte kühlt heute Abend noch eure Knie.“

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Vom Straßenrand auf die Fahrbahn

Tramper am Straßenrand, welch Freude. Wir haben so zu Schulzeiten das Fahrkartengeld der Eltern sparen können. Sparen? Naja. Irgendwann war der Daumen der Fahrkartenschalter für gesamte Urlaube. Zu der Zeit habe ich auch eine Erkenntnis für mein Leben ziehen können: Wenn ich bereit bin selbst zu laufen, brauche ich nicht lange auf den ersehnten Lift zu warten.

14-02-18_SF_Trampen

Zugespielte Briefe

Wie abgedroschen: Die Hoffnung stirbt zuletzt. „Ich gewinne nie“ wäre aber gelogen. Jetzt werde ich mir Hyperion anschauen.

14-02-14_Maennchen

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